Sonntag, 14. Januar 2018

Prävention und richtiges Verhalten nach einer Verletzung

Richtiges Aufwärmen und mehrere Pausen können eine Verletzung mit kleiner oder großer Auswirkung verhindern. Im Rahmen der Sicherheitskampagne „Ich habe Spaß – GANZ SICHER“ geben Dr. Alexander Gardetto und sein Team von der Privatklinik Brixsana Tipps für das sichere Verhalten vor und nach einer Verletzung.

Für ein sicheres Skifahren, Langlaufen oder Rodeln spielt neben dem jeweils richtigen Verhalten, dem technischen Können und der Ausrüstung die individuelle körperliche Fitness eine große Rolle. Um verletzungsfrei und mit viel Spaß durch die Wintersaison zu kommen, sollte jeder ein bis zwei Monate vorher mit einem individuellen Fitnesstraining beginnen. Hierbei werden vor allem Muskelmasse gestärkt bzw. aufgebaut, um den Sehnenbandapparat wie z.B. das vordere Kreuzband besser zu schützen. Dadurch wird die Grundlagenausdauer vergrößert, damit der Skifahrer eine schnellere Erholungsphase und auch eine längere Konzentrationsphase erreicht, um sein Verletzungsrisiko am späten Nachmittag zu verringern. Außerdem spielt in diesem Training das Gleichgewicht bzw. die Koordination der verschiedenen Muskelgruppen eine große und wichtige Rolle, da es im Grunde genommen das 1x1 der guten Skitechnik ist. Um zusätzlich die Verletzungsgefahr zu verringern, ist es enorm wichtig, vor der ersten Abfahrt sich mindestens 5 Minuten aufzuwärmen und die Muskeln zu dehnen. Ein kalter Muskel-Bandapparat ist viel anfälliger auf Verletzungen wie Verstauchungen bis hin zu Rissen. Außerdem funktioniert der Muskel-Bandapparat auch wie ein Stoßdämpfer und wenn dieser nicht aufgewärmt und gedehnt ist, dann ist dessen Wirkung stark herabgesetzt.

Regelmäßige Pausen sind ebenso wichtig wie die Selbsteinschätzung der eigenen Kondition. Auch wenn man beim Liftfahren keine oder nur geringe Anstrengung hat, erholen sich die Muskeln nicht immer genügend. Dafür sollten die Skier für mindestens 10 Minuten abgeschnallt werden und der Muskel-Bandapparat etwas gelockert bzw. gedehnt werden. Dadurch werden auch die passiven Muskelgruppen etwas aktiviert. Bei diesen Pausen sollte aber kein übermäßiger Alkohol getrunken werden. Flüssigkeit ist wie bei jeder Sportart wichtig, um nicht zu dehydrieren. Ein gesundes Maß an Alkohol ist nicht verboten, sollte aber um ein Vielfaches unter der geforderten gesamten Flüssigkeitszufuhr von mindestens 2-3 Liter bleiben. Alkohol schränkt die Selbsteinschätzung und die Konzentration enorm ein und kann wie beim Straßenverkehr zu Unfällen führen, die dann für jeden einzelnen eine rechtliche Konsequenz haben.

Sollte es trotz dem richtigen Training, Ausrüstung und dem richtigen Verhalten zu einem Unfall kommen, sollten Sie sich für Ihre Rehabilitation in die Hände von Experten begeben, die Sie für die nächste Wintersaison fit machen. Dazu gehört ein individuell an Sie angepasste Rehabilitations- und Trainingsprogramm.  

stol