Sonntag, 18. Dezember 2016

Protestdemo gegen Sparpolitik in Spanien

Die beiden größten Gewerkschaftsverbände Spaniens wollen am Sonntag gegen die Spar- und Sanierungspolitik der konservativen Regierung protestieren. Die Kundgebung findet in Madrid unter dem Motto „Die Menschen und ihre Rechte kommen zuerst“ statt.

Die Demonstranten wollen von Ministerpräsident Mariano Rajoy (im Bild) unter anderem eine Anhebung der Sozialausgaben, der Renten und der Gehälter. - Archivbild
Die Demonstranten wollen von Ministerpräsident Mariano Rajoy (im Bild) unter anderem eine Anhebung der Sozialausgaben, der Renten und der Gehälter. - Archivbild - Foto: © LaPresse

Die einflussreichen Verbände CCOO und UGT fordern von Ministerpräsident Mariano Rajoy unter anderem eine Anhebung der Sozialausgaben, der Renten und der Gehälter, eine gerechtere Steuerpolitik und auch ein Ende der Arbeitsmarktliberalisierung.

Millionen Spanier lebten in Haushalten, die überhaupt kein Einkommen hätten, sagte CCOO-Chef Ignacio Fernandez Toxo dieses Woche bei einem Aufruf zur Teilnahme an der Kundgebung am Neptun-Brunnen im Zentrum der Hauptstadt.

"Nährboden für schlimme soziale Konflikte"

„In Spanien gibt es einen Nährboden für schlimme soziale Konflikte“, sagte der Gewerkschaftsboss in einem am Samstag veröffentlichten Interview der Zeitung „El Pais“.

Im November war ein Treffen von Toxo und UGT-Chef Pepe Alvarez mit Rajoy ergebnislos geblieben. Der Ministerpräsident betonte mehrfach, er wolle zwar verhandeln, auf keinen Fall aber die von Brüssel geforderte Haushaltsstabilität infrage stellen lassen.

apa/dpa

stol