Freitag, 23. Oktober 2015

Puppen – Traktoren – Mühlen

Vertreter aller Gemeinden des Passeiertales bzw. ehrenamtliche Vorstandsmitglieder der Bildungsausschüsse und die Kulturreferenten von Moos, St. Leonhard, St. Martin, Dorf Tirol und Riffian-Kuens sind am 16. Oktober zum bereits traditionellen, nun schon 7. Bildungstreffen gekommen.

Von li.n.re: Bernadette Pfeifer – BA-St. Leonhard, Paulina Pircher – Gem.Ref.in Riffian, Rosmarie Pamer – BM.in St. Martin, Markus Breitenberger - Bezirksservice, Elisabeth Ploner Wohlfarter – Gem.Ref.in  St. Leonhard, Regina Gufler – Gem.Ref.in Moos, Oswald Gufler – BA Stuls, Albina Gaiser Gufler – BA-St. Leonhard, Rosa Laimer – Vize-BM.in Kuens, Siglinde Zipperle – BA-Riffian, Brigitte Schweigkofler Pfandler – BA St. Leonhard, Adolf Höllrigl – Kultur- u. Heimatpflege Kuens, Reinhold Prünster – BA-Vorsitzender Riffian-Kuens. Nicht im Bild: Barbara Ilmer  - BA-Dorf Tirol
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Von li.n.re: Bernadette Pfeifer – BA-St. Leonhard, Paulina Pircher – Gem.Ref.in Riffian, Rosmarie Pamer – BM.in St. Martin, Markus Breitenberger - Bezirksservice, Elisabeth Ploner Wohlfarter – Gem.Ref.in St. Leonhard, Regina Gufler – Gem.Ref.in Moos, Oswald Gufler – BA Stuls, Albina Gaiser Gufler – BA-St. Leonhard, Rosa Laimer – Vize-BM.in Kuens, Siglinde Zipperle – BA-Riffian, Brigitte Schweigkofler Pfandler – BA St. Leonhard, Adolf Höllrigl – Kultur- u. Heimatpflege Kuens, Reinhold Prünster – BA-Vorsitzender Riffian-Kuens. Nicht im Bild: Barbara Ilmer - BA-Dorf Tirol

 Dieses Jahr war der Bildungsausschuss von Riffian-Kuens Gastgeber der Veranstaltung, zu der der Vorsitzende des dortigen Bildungsausschusses Reinhold Prünster gemeinsam mit der Bezirksservicestelle mit Markus Breitenberger, der die 23 Bildungsausschüsse des Burggrafenamtes betreut, nach Kuens geladen hat.

Herrlich gelegen, südseitig eingebettet liegt diese, oft wenig beachtetete Kleingemeinde zwischen Dorf Tirol und der Gemeinde Riffian. Kuens und Riffian haben einen Bildungsausschuss gemeinsam, teilen sich verwaltungstechnische und gemeindepolitische Aufgaben und sind in einer gut funktionierenden Kulturkooperation im Bildungsausschuss sehr kreativ. 30 Jahre sind`s dann auch schon im nächsten Jahr 2016, dass der gemeinsame Bildungsausschuss Geburtstag feiert, dass sich der Riffianer-Kuenser-Kultur-„Herbischt“ zum 20. Mal nähert, und dass bei den Zwischenklängen bereits zum 10. Mal innovativ und schräg, musiziert – gesungen und gespielt wird.

Bevor sich aber die „Bildungsmenschen“, auch Vertreter aus Dorf Tirol waren erstmals dabei, zum Informationsteil, zu aktuellen Projektideen und Gedankenaustausch am runden Tisch mit Markus Breitenberger trafen, konnte die Gruppe mit Adolf Höllrigl vom Heimatpflegeverein die restaurierte Hilber Mühle besichtigen, die in ihrer steinigen Größe wohl eine der stattlichsten Mühlen des Passeiertales ist. Oft kommen Schüler aus allen Landesteilen und können rundum nachvollziehen, wie früher in dieser Gegend „plentenes“ Mehl angebaut und gemahlen wurde.

Ebenso alte Begriffe und Bräuche wurden vermittelt und gar mancher Bezug zum heutigen Alltag hergestellt. Was heißt zum Beispiel „ohfandeln“?

Ohfandln“ ein interessanter Begriff, ging es doch damals darum, Fundament und Ernte der Feldfrüchte (in Riffian-Kuens war´s der Mais), im kulturellem Unterbau zu stärken bzw. zu steigern, indem zu schnell Wachsendes und Luftiges im Oberbau einfach abgeschnitten bzw. „ohgefandelt“ wurde.

Dass es in Kuens auch ein privat geführtes Traktorenmuseum, sowie eine antike Schildkröt-Puppensammlung gibt, war für die meisten Anwesenden am 7. Passeierer Bildungstreffen ebenfalls etwas Neues.

Ob Puppen, Traktoren, Mühlen oder ein guter alter Gasthof – so oder so wurden im Sinne von  „Bildung im Dorf“ neue Lernorte entdeckt und die Anwesenden bedanken sich bei Kuens und Riffian für die Gastfreundschaft und freuen sich schon auf die Neuauflage beim nächsten Bildungstreffen im Herbst 2016 in der Gemeinde St. Martin.

  Bildung im Dorf - Projektförderung für die Bildungsausschüsse

Die 2014 eingeführte Projektförderung für die Bildungsausschüsse wird auch 2016 fortgesetzt. Projekte sollen vermehrt dorfspezifisch, (im Passeier evtl. auch talspezifisch) innovativ, gesellschaftspolitisch relevant sein. Netzwerksarbeit und Kooperationen werden mehr gefördert, besondere Zielgruppen können/sollen angesprochen werden. Die Höhe der Beiträge richtet sich in Zukunft an die Projektkosten und es wird auch die ehrenamtliche Leistung anerkannt. Bei der neuen Projektförderung können auch kleinere Gemeinden in den Genuss von höheren Beiträgen kommen. Nächster Einreichetermin für spannende Projekte ist der 30. November 2015, deshalb ist frühzeitiges Planen von Seiten der Bildungsausschüsse und dessen Mitgliedsvereinen wichtig.

Das Amt für Weiterbildung verspricht eine schnelle Antwort bzw. die Bekanntgabe von möglichen Beiträgen bereits zu Jahresbeginn. Dies garantiert den Bildungsausschüssen  finanzielle und organisatorische Planungssicherheit.

Alle nötigen Formulare sind im Online –Katalog / Bildung im Dorf zu finden unter der homepage: www.provinz.bz.it/kulturabteilung

Text: Markus Breitenberger - Bezirksservice Bildungsausschüsse Burggrafenamt

Fotos: Bernadette Pfeifer – Ortschronistin – St. Leonhard

Ortschronistin, St. Leonhard

stol