Mittwoch, 24. Januar 2018

Pussy-Riot-Mitglieder haben Asyl in Schweden beantragt

Zwei Aktivisten der russischen Protestgruppe Pussy Riot haben in Schweden Asyl beantragt. Dem TV-Sender SVT sagten Lusine Dschanjan und Alexej Knedljakowski, sie seien mit ihrem kleinen Sohn bereits seit zehn Monaten im Land und lebten in einem Flüchtlingszentrum. „Hier müssen wir nicht ständig Angst haben”, so Knedljakowski. Was sie bei einer Rückkehr nach Russland erwarte, sei viel schlimmer.

Die Kreml-kritische Punkband Pussy Riot sorgte immer wieder für Aufsehen. - Foto: APA (Archiv/AFP)
Die Kreml-kritische Punkband Pussy Riot sorgte immer wieder für Aufsehen. - Foto: APA (Archiv/AFP)

Die Kreml-kritische Punkband Pussy Riot hat in der Vergangenheit immer wieder künstlerische Aktionen an öffentlichen Orten inszeniert und sich dabei unter anderem gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewandt. 2012 wurden drei Aktivistinnen nach einem „Punk-Gebet” in einer Kirche verhaftet, wegen „Rowdytums aus religiösem Hass” verurteilt und später begnadigt.

Knedljakowski sei eines der wenigen männlichen Mitglieder der Gruppe, berichtete SVT. Nach einer Protestaktion 2014 in Sotschi sei das Paar belästigt, bedroht und geschlagen worden. Dschanjan habe ihren Job an der Universität von Krasnodar verloren.

apa/dpa

stol