Freitag, 03. Juli 2015

Ramadan: USA fordern Kampfpause im Jemen

Die USA haben zu einer Kampfpause im Jemen während des islamischen Fastenmonats Ramadan aufgerufen, damit die Bevölkerung versorgt werden kann.

Kämpfe im Jemen
Kämpfe im Jemen - Foto: © APA/EPA

Eine solche „humanitäre Pause“ würde es internationalen Hilfsorganisationen erlauben, dringend benötigte Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff zu den Menschen im Jemen zu bringen, erklärte das US-Außenministerium am Donnerstag in Washington.

Die Vereinten Nationen hatten am Mittwoch den Krieg im Jemen als eine humanitäre Krise der Stufe drei klassifiziert. Das ist die höchste Stufe. In dem verarmten Land sind rund 80 Prozent der Bevölkerung von humanitärer Hilfe abhängig.

Im Jemen, das an Saudi-Arabien grenzt, kämpft die schiitische Huthi-Miliz gegen Anhänger des ins Exil geflohenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi. Der Konflikt ist auch eine Stellvertreter-Auseinandersetzung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Das sunnitische Saudi-Arabien unterstützt die Kräfte Hadis, eine vom Königreich angeführte Allianz fliegt seit Ende März Angriffe auf Huthi-Stellungen. Die Huthis sollen Hilfe vom Iran erhalten, der sich als Schutzmacht der Schiiten begreift.

apa/dpa

stol