Derzeit schützen Bauwerke aus Stahlbeton die Stadt Bozen vor Ausuferungen und Erosionen. Gleichzeitig erschweren sie aber auch die Durchgängigkeit der Wasserlebewesen und führen insgesamt zu einer monotonen Morphologie, heißt es in der Aussendung weiter.Beginnend von der Mündung in den Eisack flussaufwärts sollen nun zwischen Ende Jänner und Mitte Mai alle Bauwerke so umgestaltet werden, dass die Durchgängigkeit für Fische ermöglicht wird. Dafür werden im Bereich der Sperren jeweils Rampen angebaut, mit denen der Höhenunterschied leichter überwunden werden kann. Besonders intensiv werden sich die Arbeiten im Bereich der gelben Brücke bei der Eurac gestalten.Diese Arbeiten stellen eine Umweltausgleichsmaßnahme dar, die von der SE Hydropower finanziert wird. Die Ausgleichsmaßnahmen werden in jenen Gemeinden vorgenommen, wo die entsprechenden Großkraftwerke angesiedelt sind. Die Kosten für die Vorhaben in Bozen belaufen sich auf 1,28 Millionen Euro. Als Projektant und Bauleiter zeichnet Philipp Walder vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord verantwortlich. Die organisatorische Abwicklung sei nicht einfach, da neben der Hochwassersicherheit während der Bauzeit auch auf die vielen Infrastrukturen wie Geh- und Radwege geachtet werden müsse, heißt es in der Aussendung abschließend. lpa