Mittwoch, 07. Januar 2015

Reaktionen auf Anschlag: Von "entsetzt" bis "gruselig"

Der Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris hat weltweit zu bestürzten Reaktionen geführt. Geschlossen sprechen sich die Länder, darunter die USA, Deutschland und Russland, gegen jede Form von Terrorismus aus.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich erschüttert.
US-Präsident Barack Obama zeigte sich erschüttert. - Foto: © LaPresse

Die USA haben den Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris aufs Schärfste verurteilt. Man nehme den Anschlag sehr ernst, die US-Sicherheitskräfte seien mit ihren französischen Kollegen in Kontakt, sagte Regierungssprecher John Earnest am Mittwoch. Präsident Barack Obama sei informiert. 

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat den Terroranschlag als „brutale Attacke gegen unsere grundlegenden Werte, gegen die Meinungsfreiheit, den Pfeiler unserer Demokratie“ verurteilt. Tusk erklärte: „Der Kampf gegen den Terrorismus in allen Formen muss unablässig fortgesetzt werden.“

„Moskau verurteilt scharf jede Form von Terrorismus", sagte ein Kreml-Sprecher. Russlands Präsident Wladimir Putin drücke sein „tiefes Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer und auch für die Menschen von Paris und alle Franzosen“ aus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schrieb in einem Kondolenztelegramm an Frankreichs Präsidenten François Holland: „Diese abscheuliche Tat ist nicht nur ein Angriff auf das Leben französischer Bürgerinnen und Bürger und die innere Sicherheit Frankreichs. Sie stellt auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, ein Kernelement unserer freiheitlich-demokratischen Kultur, der durch nichts zu rechtfertigen ist.“

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg teilte mit: „Dies war eine barbarische Tat und ein abscheulicher Angriff auf die Pressefreiheit. (...) Terrorismus in all seinen Arten und Erscheinungsformen kann niemals toleriert oder gerechtfertigt werden.“

Der dänische Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard hat den Anschlag auf das islamkritische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris „gruselig und schrecklich“ genannt. Dem dänischen Rundfunk DR sagte Westergaard am Mittwoch, Satire müsse immer einen Platz in einer demokratischen Gesellschaft finden können. Der Zeichner Westergaard lebt seit dem weltweiten Streit um seine Mohammed-Karikaturen, die 2005 in der Zeitung „Jyllands-Posten“ erschienen waren, unter Polizeischutz. Einen Mordanschlag in seinem Haus überlebte er knapp. 

Der französische Rat des muslimischen Glaubens (CFCM) verurteilte am Mittwoch im Namen der „Muslime Frankreichs“ entschieden den „barbarischen“ Akt „gegen Demokratie und Pressefreiheit“.

Auch in Österreich herrscht Entsetzen. Nach Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) brachte auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sein Mitgefühl zum Ausdruck und verurteilte den Terrorakt. Er wünsche „den französischen Behörden viel Erfolg für eine rasche Ergreifung der feigen Mörder und ihrer Hintermänner.“ Omar Al-Rawi, Funktionär in der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ), zeigte sich auf Twitter „entsetzt und wütend“ über den Anschlag. 

stol