Montag, 13. März 2017

Rebellen sollen unter russischem Geleit syrische Stadt Homs verlassen

Die letzten Kämpfer im Rebellengebiet der syrischen Stadt Homs sollen unter russischem Geleit abziehen können. Darauf einigten sich syrische Regierungs- und Oppositionsvertreter, wie beide Seiten am Montag bestätigten.

Foto: © LaPresse

Die Rebellen und ihre Familien sollten das von Regierungsgegnern gehaltene Viertel Waer von Samstag an verlassen und in andere Rebellengebiete im Norden Syriens abziehen, berichtete sie staatliche Agentur Sana.

„Die russischen Kräfte werden koordinierend tätig sein und die Route sichern“, sagte der Provinzgouverneur von Homs, Talal Barasi. Der syrische Rote Halbmond werde den Abzug und die Einhaltung der Vereinbarung überwachen. Der Abzug solle binnen zwei Monaten abgeschlossen sein.

Die oppositionelle Nationale Koalition gab weitere Details des Abkommens bekannt. Demnach sollen 60 bis hundert russische Soldaten in Waer stationiert werden, um die Einhaltung des Abkommens und die Sicherheit der Abziehenden zu gewährleisten.

Die Russen seien verantwortlich dafür, „die Festnahme von Einwohnern in Waer zu verhindern“ und regierungsnahe Milizen von Übergriffen abzuhalten, heißt es in einer von der Opposition verbreiteten Kopie der Vereinbarung.

Es soll sich um die dritte und letzte Phase des Abzugs der Rebellen aus Homs handeln. Bereits im Dezember 2015 hatten Rebellen und Regierung eine Vereinbarung getroffen, um Regierungsgegnern und deren Familien den Abzug aus der Stadt in sichere Gebiete zu ermöglichen. In den vergangenen Monaten war der Abzug allerdings zum Stillstand gekommen.

apa/afp

stol