Im Auftrag der Landesregierung wurde im August diesen Jahres eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Landesverwaltung und des Sanitätsbetriebes erstellt, die den realen Kaufkraftverlust der Landesbediensteten analysieren sollte. Bis Seite 4 des Berichtes durften die Gewerkschaften nach eigenen Angaben mitarbeiten, der Rest erfolgte ohne ihre Mithilfe.<BR /><BR />Um die Ergebnisse haben die Landtagsabgeordneten Maria Elisabeth Rieder (Team K) und Andreas Leiter Reber (Freie Fraktion) offiziell angefragt, als Antwort auf die Anfrage sind sie auf der Webseite des Landtages einsehbar. <BR /><BR />Bis zur Seite 4 werden die Entwicklungen der Inflation sowie der Gehälter laut BÜKV (bereichsübergreifender Kollektivvertrag) zwischen 2008 und 2023 angeführt. Während sich die Inflation demnach über die Jahre auf knapp 40 Prozent aufsummiert, sind die Gehälter im gleichen Zeitraum um 17,3 Prozent gestiegen. Bleibt eine Lücke von rund 22,4 Prozentpunkten. <BR /><BR />Ab Seite 5 rechnet die Analyse nun zum einen den Zeitraum bis 2016 (Gehaltseinfrierungen dank Monti) sowie alle Maßnahmen außerhalb der Gehaltstabellen wie beispielsweise Essensgutscheine oder Leistungsprämien ab – und kommt auf eine Lücke von rund 5 Prozent. <BR />Auf Nachfrage zeigen sich die Gewerkschaftsvertreter wütend, schließlich fordern sie allein für den Zeitraum von 2022 bis 2024 eine Inflationsanpassung von 12 Prozent, über die ab Jänner zu verhandeln sein wird. <BR /><BR />„Benefizleistungen einzurechnen ist ein Skandal“ und die ganze Rechnerei „nicht seriös“, urteilen etwa Stefan Erschbamer und Petra Nock (ASGB). <BR /><BR />„Es kann nicht sein, dass diese Elemente als 'Gehaltserhöhungen' gewertet werden, die dann die Inflationsanpassung reduzieren. Es braucht eine tatsächliche Inflationsanpassung – und dafür im Haushalt zusätzliches Geld“, fordert Rieder.