Der Wahlzettel entspreche zwar nicht den gesetzlichen Vorschriften, räumt der Leiter der Wahlkommission, Roman Liagin, ein. „Aber ich denke, wir haben keine andere Möglichkeit“, fügt er hinzu, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag berichtete.Der Stimmzettel ist ein kopiertes Blatt ohne jegliche Sicherheitsmerkmale, die unberechtigte Vervielfältigungen verhindern könnten. Die Wählerlisten sind zwei Jahre alt, und es gibt kein Quorum, das erreicht werden müsste, damit die Abstimmung gültig ist.Ausländische Beobachter wurden erst gar nicht zu der Abstimmung in der selbst ernannten „Volksrepublik Donezk“ eingeladen.Kostenpunkt: 1200 EuroUmgerechnet knapp über 1.200 Euro haben die Organisatoren für das Referendum ausgegeben. Mit rund 500 Euro schlagen die Farbpatronen für die drei geliehenen Drucker zu Buche, auf denen die Wahlzettel gedruckt wurden.Steht das Ergebnis schon fest?Traut man einem vom ukrainischen Geheimdienst veröffentlichten Telefonmitschnitt, steht das Ergebnis des Abspaltungs-Referendums in der Ostukraine am Sonntag schon fest: „Mach, was Du willst und schreibe 99 Prozent auf“, ist auf der Aufnahme zu hören, die laut Geheimdienst aus einem Telefonat zwischen einem Anführer der prorussischen Nationalisten und einem Rebellenführer in Donezk stammt.Die Echtheit der Aufnahme kann Reuters nicht überprüfen. Aber sie zeigt, dass bei der Abstimmung am Sonntag Fälschungen alles andere als auszuschließen sind.Die Wahllokale haben am Sonntag von 07.00 bis 21.00 Uhr MESZ geöffnet.apa/reuters