Das Ergebnis der Abstimmung ist völlig offen. Ausschlaggebend wird nämlich die Beteiligung sein. Um das Inkrafttreten der umkämpften Gesetzesnovelle zu verhindern, müssten die Gegner ein Ablehnungsquorum erreichen.Neben einer Mehrheit an abgegebenen Stimmen muss auch mindestens ein Fünftel aller Wahlberechtigten (20 Prozent oder 343.000 Personen) gegen die Novelle stimmen, damit die Homo-Ehe nicht eingeführt wird.Da Beobachter mit einer Wahlbeteiligung von rund 30 Prozent rechnen, könnte es also knapp für die Gegner der Gesetzesnovelle werden, auch wenn ihnen letzte Umfragen vor dem Urnengang einen kleinen Vorsprung gegenüber den Befürwortern der Home-Ehe geben.Das Referendum ist von einer konservativen Bürgerinitiative mit dem Namen „Es geht um Kinder“, die von der katholischen Kirche und der rechtsgerichteten Opposition unterstützten wird, erzwungen worden.Die gleichen Gegner hatten bereits im Jahr 2012 mit einem Referendum das liberale Familiengesetz gekippt, das unter anderem die Rechte von Homosexuellen ausweiten sollte.„Stellt Vorstellung von Ehe auf den Kopf“Die Gegner sind der Meinung, dass die Gesetzesänderung die traditionelle Vorstellung von Ehe und Familie auf den Kopf stellen würde. Besonders die Möglichkeit der Adoption von Kindern durch homosexuelle Paare lehnen sie vehement ab.Die Befürworter der Novelle argumentieren hingegen mit gleichen Rechten für homo- und heterosexuelle Paare. Auch die slowenische Regierung unterstützt die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe.apa