Mit dem neuen Regierungsprogramm will sich der seit April 2013 amtierende Letta zumindest bis 2015 die Unterstützung der Koalitionsparteien sichern.Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, vor allem unter Jugendlichen und Frauen, sowie Senkung des Steuerdrucks auf Unternehmen und Familien sind einige Schwerpunkte von Lettas Programm.Zudem will er neue öffentliche Investitionen tätigen, um Arbeitsplätze zu schaffen.Außerdem sollen Maßnahmen zur bürokratischen Vereinfachung und zur Digitalisierung ergriffen werden, dank derer Unternehmen im internationalen Wettbewerb effizienter werden sollen.Regierungsumbildung?Noch unklar ist, ob die Gespräche Lettas über das neue Programm auch zu einer Regierungsumbildung führen werden.Letta muss nach dem Rücktritt von Landwirtschaftsministerin Nunzia de Girolamo und Vize-Wirtschaftsminister Stefano Fassina diese Ämter nachbesetzen. Letta selbst führt seit De Girolamos Rücktritt vor zwei Wochen das Landwirtschaftsministerium interimistisch.Plus: Nach Ansicht einiger Regierungsmitglieder ist Innenminister Angelino Alfanos Mitte-rechts-Partei NDC mit fünf Ministern zu stark im Kabinett vertreten.Renzi macht DruckLetta handelt unter dem Druck des Chefs seiner PD-Partei, Matteo Renzi. Dieser hat vorige Woche im Parteivorstand an Letta appelliert, längst fällige Reformen rasch umzusetzen. „Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren“, meinte Renzi.Zurzeit wird im römischen Parlament sein Wahlrechtsmodell „Italicum“ diskutiert. Die Verabschiedung eines neuen Wahlgesetzes sei lediglich ein Schritt in Richtung Umsetzung eines breitangelegten Pakets politischer Reformen.apa