Sonntag, 19. November 2017

Regierungstruppen erobern syrische IS-Bastion zurück

Nach schweren Kämpfen haben die syrischen Regierungstruppen offenbar eine der letzten IS-Bastionen im Land erobert. Die Stadt Albu Kamal an der Grenze zum Irak sei am Sonntag durch die Armee und verbündete Verbände aus dem Libanon, dem Irak und dem Iran eingenommen worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Foto: APA (AFP)
Foto: APA (AFP)

Seit Donnerstag seien mindestens 31 Soldaten aufseiten der Regierung und 50 Jihadisten bei den Kämpfen getötet worden. Die Stadt werde nun nach letzten Widerstandsnestern durchkämmt. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

Die Terrormiliz „Islamischer Staat” hatte Albu Kamal vor einer Woche vollständig zurückerobert, nachdem die Stadt von den Truppen von Präsident Bashar al-Assad eigentlich schon für befreit erklärt worden war. Der Ort ist strategisch wichtig, da er die IS-Gebiete in Syrien und im Irak miteinander verbindet. Die Extremisten haben nach Angaben der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition mittlerweile mehr als 95 Prozent ihres früheren Herrschaftsgebietes in beiden Ländern verloren. Sie kontrollieren nur noch wenige von Wüste geprägte Regionen an der Grenze.

apa/dpa

stol