Freitag, 06. Oktober 2017

Regierungsvertreter entschuldigt sich für Polizeigewalt in Katalonien

Fünf Tage nach dem von Polizeigewalt überschatteten Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien hat sich erstmals ein Vertreter der Zentralregierung bei den Verletzten entschuldigt.

„Es tut mir sehr leid und ich bitte um Entschuldigung“, sagte Enric Millo.
„Es tut mir sehr leid und ich bitte um Entschuldigung“, sagte Enric Millo. - Foto: © LaPresse

„Es tut mir sehr leid und ich bitte um Entschuldigung“, sagte Enric Millo, der Vertreter der spanischen Regierung in Katalonien, am Freitag mit Blick auf die knapp 900 Verletzten.

Gleichzeitig gab er der Regionalregierung von Carles Puigdemont die Schuld an den Vorfällen, weil diese die Bürger zu den Wahllokalen geschickt habe, obwohl die Abstimmung von der Justiz verboten worden war, zitierte das Portal „20 minutos“ Millo. In Katalonien waren viele Menschen wütend, weil Ministerpräsident Mariano Rajoy die Opfer der Gewalt bisher nie erwähnt und sich nicht bei ihnen entschuldigt hatte.

Aus Madrid entsandte Polizeieinheiten waren bei der Befragung rabiat gegen Wähler vorgegangen. Die Regierung in Madrid hatte die Abstimmung ebenso wie das Verfassungsgericht verboten.

 dpa

stol