Sonntag, 29. April 2018

Regionalwahlen in Friaul-Julisch Venetien

In Friaul-Julisch Venetien sind am Sonntag 1,1 Millionen Wähler aufgerufen, den neuen Präsidenten der autonomen Region und die Mitglieder des Regionalparlaments zu wählen. Gewählt wird bis 23.00 Uhr, die Auszählung der Stimmen beginnt am Montagvormittag.

In Friaul-Julisch Venetien sind am Sonntag 1,1 Millionen Wähler aufgerufen, den neuen Präsidenten der autonomen Region und die Mitglieder des Regionalparlaments zu wählen. Gewählt wird bis 23.00 Uhr, die Auszählung der Stimmen beginnt am Montagvormittag.
In Friaul-Julisch Venetien sind am Sonntag 1,1 Millionen Wähler aufgerufen, den neuen Präsidenten der autonomen Region und die Mitglieder des Regionalparlaments zu wählen. Gewählt wird bis 23.00 Uhr, die Auszählung der Stimmen beginnt am Montagvormittag. - Foto: © shutterstock

440 Kandidaten bewerben sich um die 49 Sitze als Regionalparlamentarier in Triest. In 19 Gemeinden, darunter Udine, Gemona und San Daniele, wird auch der neue Stadtrat gewählt. Zum ersten Mal beteiligen sich an den Regionalwahlen in Friaul auch die Bürger der Dolomiten-Bergortschaft Plodn/Sappada, einer deutschen Sprachinsel in der Provinz Belluno, die im November von der Region Venetien zu Friaul-Julisch Venetien gewechselt ist.

Die Mitte-Rechts-Allianz aus der konservativen Partei Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi und der rechtspopulistischen Lega erhofft sich mit ihrem Kandidaten Massimiliano Fedriga einen klaren Wahlsieg in Friaul. Dies würde dem Mitte-Rechts-Block bei den Regierungsverhandlungen in Rom mehr Gewicht verleihen, meinen politische Analysten in Rom.

Fedriga gegen Morgera

Der Lega-Politiker Fedriga misst sich mit dem Mitte-Links-Kandidaten Sergio Bolzonello, einem Steuerberater und Ex-Bürgermeister der Stadt Pordenone. Als Stellvertreter der scheidenden Friaul-Präsidentin Debora Serracchiani hat Bolzonello viel administrative Erfahrung gesammelt. Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung setzt auf den Wissenschafter Alessandro Fraleoni Morgera. Sollte er sich gegen Fedriga behaupten, wäre er der erste Regionspräsident aus den Reihen der Fünf-Sterne-Bewegung.

Regierungsbildung weiter in der Schwebe

Zwei Monate nach den Parlamentswahlen am 4. März sind Kontakte zwischen den bisher in Rom regierenden Sozialdemokraten (PD) und der Fünf-Sterne-Bewegung für eine Regierungsbildung im Gange. Das PD-Führungsgremium muss am kommenden Donnerstag über den Beginn von Regierungsverhandlungen mit der Fünf-Sterne-Bewegung entscheiden, die mit 32 Prozent der Stimmen als stärkste Einzelpartei die Wahlen gewonnen hat. 

Gegen eine Regierung aus PD und Fünf-Sterne-Bewegung wehrt sich Berlusconis Mitte-Rechts-Allianz, die mit 36 Prozent der Stimmen als stärkste Koalition aus den Parlamentswahlen hervorgegangen war. Lega-Chef Matteo Salvini drohte laut Mediengaben mit einer Massendemonstration von Mitte-Rechts-Wählern, sollte seine Koalition aus der neuen Regierung ausgeschlossen werden.

apa

stol