Denn von beiden Lehrer-Initiativgruppen kommt unisono dieselbe Reaktion: „Wir lassen uns weder erpressen noch einschüchtern. Es geht um Bildung, der Protest geht weiter.“<BR /><BR />Irritiert zeigt man sich auch von Gewerkschaftsseite. Einerseits, weil die Gewerkschaften, die die Vertragsverhandlungen führen, die Protestmaßnahmen nicht angezettelt haben. „Und zum anderen ist es die freie didaktische Entscheidung eines jeden Lehrers, wie er seine Lehrinhalte vermittelt – mit oder ohne Ausflug“, stellt Marco Pugliese von der Gewerkschaft UIL/SGK Schule klar. <BR /><BR />Die Landesregierung würde also nicht nur eine Leistung als Bedingung einfordern, die laut gesamtstaatlichem Kollektivvertrag nicht Teil des Lehrauftrages ist. Sie untergrabe vielmehr das verbriefte Recht des Lehrers, seine didaktischen Mittel frei zu wählen. <h3> „Jetzt ist es Zeit, noch ein Scheit draufzulegen“</h3>An der Basis kommt das jedenfalls gar nicht gut an, die Reihen sind geschlossen – und die Kommentare der Lehrkräfte im Gruppenchat entsprechend: „Der Plan der Landesregierung ist vermutlich, ein paar Brosamen zu einem sehr hohen Preis zu verteilen. Darauf kann ich verzichten.“ „Jetzt spätestens dürfte jeder Lehrperson im Lande klar sein, mit wem sie es zu tun hat.“ „Dieser jüngste Schachzug der SVP rechtfertigt die Proteste in vollem Umfang. Ein Rückzug an dieser Stelle käme einer Selbstaufgabe gleich und zwar endgültig.“ „Wenn ihr jetzt aufgebt, dann speisen sie euch ab, wie sie es vorgehabt und geplant gehabt haben.“ „Jetzt ist es Zeit, noch ein Scheit draufzulegen.“ „Wer so mit der Intelligenz des Landes umgeht, stellt sich selbst das beste Leumundszeugnis aus.“ „Hoffe, jede Lehrperson hat nun endgültig verstanden, wie wenig wir ernst genommen werden.“ „Was für ein Armutszeugnis unserer Landesregierung.“ – Die Liste ließe sich beliebig fortführen ...<h3> Misstrauen größer als je zuvor</h3>Für Andrea Perger, Sprecherin der beiden Initiativgruppen, ist klar: „Eine vertrauensbildende Maßnahme ist das nicht. Das Misstrauen ist nun größer als je zuvor.“ Was ihr allerdings besonders übel aufstößt an der Haltung der Landesregierung, ist, dass die Hauptaufgabe von Schule, nämlich die Bildung der Kinder, völlig außen vor bleibe. <BR /><BR />„Wir sind nicht für das Spaßprogramm der Schüler zuständig, sondern für Wissensvermittlung. Und dem kommen wir so gut es geht nach. Schade ist, dass unsere Mahnungen, das System Schule zum Wohle der Kinder neu aufzustellen, von der Landesregierung gar nicht gehört werden.“