Freitag, 10. März 2017

Renzi arbeitet an Comeback

Knapp drei Wochen nach seinem Rücktritt als Vorsitzender des sozialdemokratischen Partito Democratico (PD) vor drei Wochen bastelt Ex-Premier Matteo Renzi bereits an seinem Comeback an die Parteispitze.

Matteo Renzi will zurück an die Spitze des PD.
Matteo Renzi will zurück an die Spitze des PD. - Foto: © LaPresse

Bei der am Freitag beginnenden PD-Tagung in Turin will Renzi sein Programm für seine Kandidatur bei den am 30. April geplanten PD-Vorwahlen vorstellen.

Premier Paolo Gentiloni, mehrere Regierungsmitglieder und Parlamentarier zählen zu den prominenten Gästen, die an der dreitägigen Tagung teilnehmen werden. Hunderte Personen, darunter politische Beobachter, Journalisten, Lokalverwalter und Mitte-Links-Anhänger, werden zum Event erwartet, bei dem unter anderem über Populismus, die Zukunft Europas, Einwanderung und Wirtschaftswachstum diskutiert werden soll.

Gastgeber Renzi will bei der Veranstaltung die positiven Leistungen seiner fast dreijährigen Amtszeit bewerben und neue Ziele ausgeben, die Italien in den kommenden Jahren verfolgen soll. Renzi macht keinen Hehl daraus, dass er nach seiner Kür zum PD-Chef auch Spitzenkandidat einer breiteren Mitte-Links-Allianz für die Parlamentswahlen werden will.

2 Rivalen

Diese werden voraussichtlich am Ende der Legislaturperiode in einem Jahr stattfinden. Der Toskaner erhofft sich von der Wahl jene demokratische Legitimierung, die ihm bei seinem Amtsantritt als Premier 2014 gefehlt hatte.

Weiteres Diskussionsthema im Kongresszentrum Lingotto in Turin wird die Migrationskrise sein. Das Wort werden in diesem Zusammenhang die Ex-EU-Menschenrechtskommissarin Emma Bonino, sowie der maltesische Premier Joseph Muscat ergreifen. Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan will Strategien zur Förderung des immer noch unzulänglichen Wirtschaftswachstums in Italien präsentieren.

Drei Kandidaten bewerben sich um die Führung der stärksten Einzelpartei im italienischen Parlament. Renzi, der als Favorit gilt, muss sich mit Justizminister Andrea Orlando und dem Präsidenten der Region Apulien, Michele Emiliano, messen. Bei der Vorwahlen am 30. April können alle Personen teilnehmen, die einen Beitrag von zwei Euro zahlen, auch wenn sie nicht PD-Mitglieder sind. Der Sieger der Vorwahlen wird am 9. Mai zum neuen PD-Vorsitzenden gekürt.

apa

stol