Damit zählt das Regierungsteam aus 16 Ministern insgesamt 62 Mitglieder. Die Höchstzahl an Regierungsmitgliedern war mit dem Haushaltsgesetz 2008 auf 63 festgelegt worden.Der Ministerrat verabschiedete erste Maßnahmen. Dabei wurden mit einem Dekret finanzielle Mittel für die Rettung der von der Pleite gefährdeten Gemeinde Rom locker gemacht.Das Dekret macht auch unter anderem 25 Millionen Euro für die Weltausstellung Expo locker, die von Mai bis Oktober 2015 in Mailand stattfindet.Renzi verzichtet vorerst auf die Einführung einer umstrittenen Steuer für Internet-Unternehmen – auch „Web-Steuer“ genannt. Die Regierung wolle sich zuerst im europäischen Rahmen mit anderen europäischen Staaten absprechen, bevor die „Web-Steuer“ eingeführt werde, berichtete Renzi.Bekämpfung von MenschenhandelDer Ministerrat hat einem Gesetzentwurf grünes Licht gegeben, mit dem Italien europäische Richtlinien bezüglich Vorbeugung und Bekämpfung des Menschenhandels sowie Schutz der Opfer übernimmt.Auch in Italien sollen Opfer von Menschenhandel Zugang zu einem Fonds für Maßnahmen gegen Schlepperei erhalten. Außerdem wurden Initiativen zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen ergriffen. Die Strafen für Kinderpornografie sollen verschärft werden.Treffen mit FaymannRenzi hat am Freitag auch den österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in Rom getroffen. Bei dem Gespräch im Vorfeld des Kongresses der Europäischen Sozialdemokraten (SPE) in Rom standen die Themen Beschäftigung, Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit und Bildung im Vordergrund.Beim Besuch mit Renzi wurde auch das Thema Südtirol angesprochen. „Für Renzi ist Südtirol ein exzellentes Beispiel, auch in punkto Lehrlingsausbildung. Die grenzüberschreitende Kooperation in der Alpenregion ist exzellent und wir sind zuversichtlich, dass es so bleibt“, so Faymann.mit/APA