Montag, 13. Juli 2015

Renzi: "Referendum war ein Fehler, aber ..."

Italiens Premier Matteo Renzi begrüßt das Abkommen über Griechenlands Rettungsplan, drängt aber die EU-Partner jetzt zu einem stärkeren Engagement für Wirtschaftswachstum.

Matteo Renzi drängt auf stärkere Investitionen für Wachstum.
Matteo Renzi drängt auf stärkere Investitionen für Wachstum. - Foto: © LaPresse

„Ein großer Plan zur Förderung des Wirtschaftswachstums kostet weniger als große Investitionen für einen Rettungsplan“, sagte Renzi bei einer Pressekonferenz in Brüssel.

Renzi erklärte, dass bei den nächtlichen Verhandlungen die Gefahr eines Austritts Griechenlands konkret geworden sei.

Ein Bruch wäre sinnlos

„Wir haben ein wichtiges Abkommen erreicht, das in einigen Momenten der Nacht nicht selbstverständlich war“, kommentierte Renzi. „Ein Bruch wäre nach dem langen Weg, den wir gemacht haben, sinnlos gewesen“, meinte der italienische Premier.

Renzi übte Kritik an der Regierung von Alexis Tsipras wegen des Beschlusses, eine Volksbefragung zum Sparplan auszurufen. „Dieses Referendum war ein Fehler. Tsipras hat es ausgerufen, nachdem er den Verhandlungstisch verlassen hat, ohne jemandem etwas zu sagen. Das zerstört Vertrauen“, erklärte Renzi.

Italien wird Griechenland nicht folgen

In der Griechenland-Krise habe Italien seine Solidarität bewiesen. Auch in den akutesten Phase der Krise sei es nie zu einer konkreten Ansteckungsgefahr gekommen. Dank der tief greifenden Reformen der letzten Jahre sei Italien kein Problem für die EU, versicherte Renzi.

apa

stol