Dienstag, 25. August 2015

Renzi sagt, er will 2016 die IMU abschaffen

Premier Matteo Renzi meint es mit seinen Plänen zur Steuersenkung im kommenden Jahr scheinbar ernst. Der Regierungschef versicherte am Dienstag, dass er 2016 die unpopuläre Immobiliensteuer IMU abschaffen werde.

Die IMU soll fallen. Zumindest wenn es nach Premier Renzi geht.
Die IMU soll fallen. Zumindest wenn es nach Premier Renzi geht. - Foto: © shutterstock

Renzi gab zu, dass der Steuerdruck in Italien „übertrieben hoch“ sei und unbedingt gedrückt werden müsse.

Die Senkung des Steuerdrucks könne jedoch nicht in einem Jahr erfolgen, mahnte Renzi. Die Steuerreduzierung sei eine Notwendigkeit, nicht um Wählerstimmen zu gewinnen, sondern um soziale Fairness zu fördern und den Privatkonsum anzukurbeln.

Dazu gehört, dass  2016 die unpopuläre Immobiliensteuer IMU abgeschafft werden soll. Dabei muss daran erinnert werden, dass davon bereits 2013 einmal die Rede war, als Vizepremierminister Angelino Alfano hat das Aus für die umstrittene Steuer verkündet - mal kurz via Twitter.

Die vollständige Abschaffung der IMU dürfte laut Experten dem Staat rund vier Milliarden Euro kosten.

Steuerreduzierung und Investitionen: Eckpfeiler des Haushaltsgesetzes 

Das Haushaltsgesetz, das die Regierung im September vorstellt, könnte Maßnahmen im Wert von über 30 Mrd. Euro enthalten, heißt es in Rom. Dabei ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass im Haushaltsgesetz für das kommende Jahr die Sparmaßnahmen höher ausfallen könnten, um das niedrigere Wirtschaftswachstum zu kompensieren.

Infrastrukturminister Graziano Delrio, der mit Premier Matteo Renzi am Haushaltsgesetz 2016 feilt, zeigte sich gelassen. „Unsere Prognosen zum Wirtschaftswachstum sind seit jeher umsichtig und haben sich bisher stets als realistisch erwiesen“, kommentierte Delrio.

Steuerreduzierung und Investitionen in Infrastrukturen seien die beiden Eckpfeiler des Haushaltsgesetzes für das kommende Jahr. Das Kabinett will ein Programm zur Modernisierung von Bahn- und Straßeninfrastrukturen durchsetzen. Priorität habe die Verlängerung des Bahn-Hochgeschwindigkeitssystems in Richtung Süden.

apa

stol