Dienstag, 08. März 2016

Renzi und Hollande fordern verstärkten Einsatz gegen Terrorismus

Flüchtlingskrise, Einsatz gegen den Islamischen Staat und die Lage in Libyen: Über zahlreiche internationale und bilaterale Themen haben der italienische Premier Matteo Renzi und Frankreichs Präsident Francois Hollande, der am Dienstag mit einer Delegation von Ministern zu einem italo-französischen Gipfels in Venedig eingetroffen war, gesprochen.

An den Gesprächen nahmen neben dem italienischen Regierungschef Matteo Renzi und Frankreichs Präsident François Hollande auch zahlreiche Minister beider Länder teil.
An den Gesprächen nahmen neben dem italienischen Regierungschef Matteo Renzi und Frankreichs Präsident François Hollande auch zahlreiche Minister beider Länder teil. - Foto: © APA/DPA

Renzi und Hollande sprachen sich für einen verstärkten Einsatz gegen den internationalen Terrorismus aus. Der Gipfel wurde Valeria Solesin gewidmet, der venezianischen Studentin, die beim Terroranschlag auf das Bataclan-Konzerthaus in Paris am 13. November ums Leben gekommen war. Renzi und Hollande trafen nach dem Gipfel Solesins Eltern. „Die europäischen Werte sind die Werte der gesamten Menschheit“, sagte Hollande.

Hollande drängte die EU zum Dialog mit Russland und der Türkei zur Lösung der Krise in Syrien. „Wir müssen den fragilen Waffenstillstand nützen, damit es zu Verhandlungen kommt“, meinte Hollande.

Zugleich müsse sich die internationale Gemeinschaft für eine Regierung in Libyen einsetzen. „Auch in diesem Fall muss der Kampf gegen den Islamischen Staat jedoch geführt werden. Europa muss handeln. Wir müssen sowohl in Libyen als auch in Syrien den Terrorismus bekämpfen“, sagte Hollande. Renzi hatte zuletzt immer wieder bekräftigt, dass sich Italien nicht an einem Militäreinsatz in Libyen beteiligen wolle.

Hollande und seine Minister wurden von Renzi vor dem Palazzo die Dogi, Sitz des Treffens, mit Militärehren empfangen.

Das Gipfeltreffen begann nicht reibungslos. Vor den Gesprächen demonstrierten zahlreiche Menschen auf Booten gegen den Bau der umstrittenen Hochgeschwindigkeitsstrecke (TAV) durch das Alpental Susa zwischen Turin und Lyon. Hollande bekräftigte, dass das Infrastrukturprojekt für die West-Ost-Verbindung in Europa prioritär sei und daher umgesetzt werden müsse.

apa

stol