Die Reform, die Renzi in einem Brief an die Staatsbeamten präsentierte, besteht aus 44 Punkten.„Der Wille zu einer tief greifenden Reform ist vorhanden. Wir werden es schaffen, weil die Zeit für eine große Revolution im öffentlichen Bereich reif ist“, so die Ministerin für öffentliche Verwaltung Marianna Madia.Für Vorschläge seitens der Bürger offenDie Regierung ist auch für Vorschläge seitens der Bürger offen und hat dafür eine Email-Adresse. Innerhalb von zwei Tagen trafen bereits 3.000 Emails ein. Mit der Reform will Renzi mehr Flexibilität unter den Staatsbeamten einführen.Für leitende Positionen in der öffentlichen Verwaltung soll es künftig nur mehr befristete Verträge geben und die Entlohnung soll zumindest teilweise von der Erreichung festgelegter Ziele abhängen.Außerdem ist ein Wechsel der Spitzenbeamten zwischen den verschiedenen Ministerien geplant, um Machtkonzentrationen zu verhindern. Schließlich sollen die alten Spitzenbeamten schrittweise in Pension geschickt werden, um so jungen Kräften Platz zu machen.15.000 Staatsbeamte werden neu eingestelltDie Leistungen der Funktionäre in leitenden Funktionen sollen bewertet werden. Die Regierung will die Regel abschaffen, wonach Staatsbeamte zwei Jahre länger arbeiten dürfen, nachdem sie bereits das Pensionsalter erreicht haben.15.000 Staatsbeamte sollen in den nächsten drei Jahren neu eingestellt werden. Mit der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung will die Regierung Beamten und Bürgern das Leben erleichtern.Ein konsequenter Bürokratieabbau in allen Bereichen sei wichtig, um das Wirtschaftswachstum zu fördern, meinte Renzi. Im Fokus müssten dabei die Bedürfnisse der Bürger und Unternehmer sowie eine Optimierung der Ressourcen stehen.Durch eine Reorganisation der öffentlichen Verwaltung könnten wertvolle Synergien geschaffen werden, die auch zu beträchtlichen Einsparungen führen würden.mit/apa