Dienstag, 31. Juli 2018

Rettungsschiff „Aquarius“ bricht in Richtung libysche Küste auf

Das von den Nichtregierungsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Mediterranee betriebene Rettungsschiff „Aquarius“ bricht am Mittwoch erneut in die Such- und Rettungszone vor der libyschen Küste auf. Wie SOS Mediterranee am Dienstag mitteilte, ist für Mittwochmorgen eine gemeinsame Pressekonferenz in Marseille vorgesehen, bevor die „Aquarius“ dort am Nachmittag in See sticht.

„Aquarius“ bricht am Mittwoch erneut in die Such- und Rettungszone vor der libyschen Küste auf.
„Aquarius“ bricht am Mittwoch erneut in die Such- und Rettungszone vor der libyschen Küste auf. - Foto: © APA/AFP

Die deutsche Abteilung von SOS Mediterranee kritisierte unterdessen eine zunehmende Behinderung der zivilen Seenotrettung durch die EU-Staaten und die steigende Zahl von Ertrinkenden im Mittelmeer. Die „Aquarius“ sei bereit, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und „durch absolute Transparenz jegliche Verstöße gegen internationale Seerechtsabkommen öffentlich zu machen“, erklärte die Hilfsorganisation.

Odyssee endet in Valencia 

Malta und Italien hatten die „Aquarius“ mit 630 Flüchtlingen an Bord Anfang Juni zurückgewiesen. Die Odyssee des Rettungsschiffs endete erst nach einer Woche im spanischen Hafen Valencia. Seit dem 29. Juni befand sich die „Aquarius“ zu einem ursprünglich nur für wenige Tage geplanten Wartungsstopp im Hafen von Marseille.

Die vor 2 Jahren in Marseille gegründete Organisation SOS Mediterranee hat bisher nach eigenen Angaben mehr als 29.300 Flüchtlinge aus Seenot gerettet.

apa/afp 

stol