<b>Von Edith Runer</b><BR /><BR />Es war die Liebe. Sie war schuld. Sie stürzte ihn ins Gefühlschaos und ließ ihn schließlich untertauchen. – Nein, nicht Riccardo Angelini. Sondern Matteo Borazio. So heißt der Schauspieler aus Eppan im Fernsehen. Seit zwei Jahren verkörpert er in der bekannten RTL-Serie „Alles was zählt“ den gelernten Koch und alleinerziehenden Vater aus Italien, der seine Tochter nach Deutschland begleitet hat. Es ist Riccardo Angelinis erste durchgehende Serienhauptrolle. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1293822_image" /></div> <h3> Lasagne und Energiekekse</h3>Dass Matteo in der Serie untertaucht, hat einen erfreulichen Grund. „Ich bin im Vaterschaftsurlaub.“ Tochter Alba Fiorella kam im Februar zur Welt, und Mama Laura ist froh, wenn sich ihr Mann jetzt mal um Haushalt und Küche kümmert. Kochen und Backen sind aber ohnehin Riccardos Hobbys. „Ich mag es, in Internetforen nach Rezepten zu suchen und sie auszuprobieren“, sagt der bekennende Fast-Veganer.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1293828_image" /></div> <BR /> Letzthin hat er vegetarische Lasagne zubereitet und Energiekekse aus selbst gemixtem Haferflockenmehl gebacken. Sich fleischlos und fast frei von tierischen Produkten zu ernähren, ist für den Schauspieler eine Grundsatzentscheidung. „Ein tieferer Einblick in die Aufzucht, die Produktion und den Transport von Tieren kann zu keinem anderen Schluss führen“, ist er sich sicher.<BR /><BR /><embed id="dtext86-74111163_listbox" /><BR /><BR />Die Familie lebt in Lauras Heimatstadt Wien. Wegen des Drehortes Köln pendelte Riccardo bislang zwischen den Städten. Künftig wird sich das Familienleben wohl zwischen Wien und Köln einspielen. <BR /><BR />Alba Fiorella wird sich an Bahnhöfe und Flughäfen gewöhnen, denn ihre Eltern lieben neben der Schauspielerei auch das Reisen und möchten ihrer Tochter die Welt zeigen. „Vielleicht wird es künftig etwas weniger spontan und abenteuerlich“, meint Riccardo schmunzelnd. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1293831_image" /></div> <BR />Seinen Heimatort Eppan besucht Riccardo so oft wie möglich, wobei der Kleine Montiggler See, die Burg Hocheppan und der Kalterer See zu den Pflichtbesuchen zählen. <h3> Joggen und Upcyceln</h3>In einigen Wochen beginnt für Riccardo Angelini wieder der Drehalltag in Köln. Freie Stunden nutzt er dort zum Joggen, hin und wieder spielt er Squash. Und er streift leidenschaftlich gern durch Flohmärkte, wo er mitunter vermeintlich wertlose Fundstücke ersteht.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1293834_image" /></div> <BR /> „Ich repariere gern Dinge und schenke ihnen einen neuen Zweck“, sagt er. Für dieses Upcycling hat er eine wahre Passion entwickelt. Als er einmal aus einer leeren Kaffeedose eine Laterne mit eingestanzten Figuren bastelte und aus Spaß ein Video davon in die sozialen Medien stellte, folgte kurz darauf die erste Anfrage. <BR /><BR />„Die Empfängerin der Laterne mit dem Kopf ihres verstorbenen Hundes war so glücklich, dass ich mich fast noch mehr gefreut habe“, erzählt Riccardo. Den silbernen Verlobungsring für Laura hat er – „mit fachkundiger Unterstützung“ – in der offenen Werkstatt MANU in Bozen selbst angefertigt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1293837_image" /></div> <h3> Secondhand und alte Bücher</h3>Anderen mit etwas Persönlichem zu zeigen, dass man sich Gedanken gemacht hat – das sei für ihn die schönste Form der Wertschätzung. Upcycling versteht er zudem nicht nur als kreativen Ausdruck, sondern auch als kleinen Beitrag zum Umweltschutz – ebenso wie den Einkauf von Bekleidung im Secondhand-Laden.<BR /><BR />Seine Pendelzeiten verbringt Riccardo am liebsten lesend – mit echten Büchern, wie er betont. Manchmal ersteht er alte Bände auf Flohmärkten.<BR /><BR /> Kürzlich fiel ihm mit „Momo“ ein Buch aus Lauras Kindertagen in die Hände. Auch Sachbücher interessieren ihn, vor allem, wenn sie Hintergründe zu aktuellen Entwicklungen beleuchten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1293840_image" /></div> <BR />Sein Lesetipp: „Burn Book“ von Kara Swisher. Im Buch analysiert die profilierte Tech-Journalistin mitunter schonungslos die Arbeit der mächtigsten Tech-Milliardäre und ihren Einfluss auf Gesellschaft und Politik. <BR /><BR />Lesen ist für Riccardo Angelini mehr als Zeitvertreib – es ist Inspiration und Information, Perspektivwechsel und manchmal auch ein kurzes Abschalten in einer Lebensphase, die gerade in vielerlei Hinsicht in Bewegung ist.<BR /><BR /><embed id="dtext86-74111164_listbox" />