Mittwoch, 31. Januar 2018

Rom ergreift wegen Erdogan-Besuch scharfe Sicherheitsvorkehrungen

Rom will in Hinblick auf den am Montag geplanten Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schärfste Sicherheitsvorkehrungen ergreifen. Im Rahmen des eintägigen Besuchs wird Erdogan den Papst, den italienischen Premier Paolo Gentiloni und Staatschef Sergio Mattarella treffen.

Am Montag wird Erdogan unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen in Rom eintreffen.
Am Montag wird Erdogan unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen in Rom eintreffen. - Foto: © APA/AP

Erwartet werden Protestaktionen gegen Erdogan, verlautete es aus Kreisen des Innenministeriums in Rom.

3.500 Soldaten und Polizisten sollen für Erdogans Sicherheit eingesetzt werden. Der türkische Präsident trifft am Sonntagabend auf dem Flughafen Rom Fiumicino ein und wird Italien am späten Montagnachmittag verlassen. Im Stadtzentrum Roms sind in diesem Zeitraum keine Kundgebungen erlaubt.

Papst und Erdogan haben mehrfach telefoniert

Wegen der Jerusalem-Krise hatten Franziskus und Erdogan in den vergangenen Wochen mehrfach miteinander telefoniert. Die Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hatte Anfang Dezember internationale Proteste hervorgerufen.

Der Papst war im November 2014 in die Türkei gereist, wo er von Erdogan im Präsidentenpalast in Ankara empfangen wurde. Bei dem Besuch rief das Oberhaupt der Katholiken zum Dialog der Glaubensgemeinschaften auf und mahnte religiöse Toleranz an. Ein türkischer Staatschef war zuletzt 1959 zu Gast im Vatikan.

apa

stol