Freitag, 24. März 2017

Rom-Gipfel: Italien verspricht hartes Durchgreifen gegen Randalierer

Italien will hart gegen Randalierer durchgreifen, die sich unter Demonstranten bei europakritischen Kundgebungen anlässlich des Sondergipfels zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge am Samstag in Rom mischen könnten.

Italien will hart gegen Randalierer durchgreifen, die sich unter Demonstranten bei europakritischen Kundgebungen in Rom mischen könnten.
Italien will hart gegen Randalierer durchgreifen, die sich unter Demonstranten bei europakritischen Kundgebungen in Rom mischen könnten. - Foto: © LaPresse

Dies betonte der italienische Innenminister Marco Minniti im Interview mit der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“ am Freitag.

„Wir werden Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht verteidigen, doch keine Gewalt dulden“, so Minniti. Das Innenministerium sei nicht nur mit der Gefahr von Gewalt durch anarchistische Randalierer, sondern auch mit dem Terrorrisiko konfrontiert.

Nach dem Anschlag in London dürfe kein Detail unterschätzt werden, meinte Minniti.

Vier Protestzüge und zwei Demonstrationen sind am Samstag in Rom geplant. Mit rund 8000 sogenannten Teilnehmern des Schwarzen Blocks aus ganz Europa rechnet die italienische Polizei bei einer für Samstagnachmittag geplanten europakritischen Demonstration.

Befürchtet werden Straßenkämpfe und schwere Vandalismusakte.

Schärfste Sicherheitsvorkehrungen wurden im Vorfeld des Gipfels ergriffen. Neben der erhöhten Zahl von Sicherheitskräften sollen auch Kampfjets der italienischen Luftwaffe Rom vor Anschlägen schützen.

Auch bewaffnete Hubschrauber sollen gegen Drohnen oder Flugzeuge mit feindlichen Absichten eingesetzt werden. Lkw wurden aus dem Stadtzentrum verbannt.

3000 Soldaten sollen die Sicherheit der prominenten Gäste garantieren. Die Militärs seien gemeinsam mit den Carabinieri und den Polizisten bei Anti-Terror-Kontrollen in der ganzen Stadt im Einsatz. 100 Videoüberwachungsanlagen wurden in der Innenstadt aufgestellt.

Das Kapitol, in dem die 27 Regierungs- und Staatschefs tagen, wird zur blauen Zone, in die weder Autos noch Fußgänger hineindürfen. Einige Metro- und Busstationen werden nicht angefahren. Das Kolosseum wird schon am Freitagabend geschlossen, die archäologischen Stätten rund um den Palatin-Hügel sind ebenfalls dicht.

apa

stol