Dienstag, 21. März 2017

Rom-Gipfel: Umfangreiches Programm und viele Demos

Rom fiebert dem EU-Sondergipfel zum 60-jährigen Bestehen der Gemeinschaft am Samstag entgegen. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen dabei Strategien für die Union in den nächsten zehn Jahren aufzeigen. Schärfste Sicherheitsvorkehrungen sind aus Sorge vor Terrorismus und Ausschreitungen geplant.

Rom fiebert dem EU-Sondergipfel zum 60-jährigen Bestehen der Gemeinschaft am Samstag entgegen.
Rom fiebert dem EU-Sondergipfel zum 60-jährigen Bestehen der Gemeinschaft am Samstag entgegen. - Foto: © shutterstock

Der italienische Regierungschef Paolo Gentiloni wird am 25. März die EU-Staats- und Regierungschefs zu einem großen Festakt im Saal der Horatier und Curiatier im Konservatorenpalast auf dem Kapitolshügel in Rom empfangen. Der Saal mit seinen prunkvollen Wandgemälden und der aufwendig verzierten Holzdecke wurde erst kürzlich restauriert. Eine Pressekonferenz wird Gentiloni um 12 Uhr nach dem Treffen mit seinen Amtskollegen abhalten.

Am selben Tag ist eine Veranstaltung der Union der Europäischen Föderalisten (UEF) im Kongresszentrum Piazza di Spagna geplant. Vorgesehen ist ein „Marsch für Europa“ von der Spanischen Treppe durch das Stadtzentrum. Im Vorfeld des Festakts steht am Freitag ein Fackelzug der UEF auf dem Terminkalender. Geplant ist die Ausgabe einer Sonderbriefmarke zur Feier des 60. Jahrestages der Römischen Verträge.

Mehrere Ausstellungen sind am Rande des Großevents vorgesehen. Unter anderem wurde eine Ausstellung mit dem Titel „Das Erbe des gemeinsamen Marktes für das heutige Europa“ eröffnet. Gezeigt werden im römischen Außenministerium Originaldokumente sowie Zeugnisse der Entwicklung des europäischen Integrationsprojekts der vergangenen 60 Jahre.

Vier Protestzüge und zwei Demonstrationen sind am Samstag in Rom geplant. Befürchtet wird die massive Teilnahme von Anarchistengruppen aus Griechenland, Frankreich und Deutschland. Das gesamte Gelände rund um den Kapitolshügel, in dem die EU-Staats- und Regierungschefs tagen, wird in eine Sicherheitszone umgewandelt. Die Militärs werden gemeinsam mit den Carabinieri und den Polizisten bei Anti-Terror-Kontrollen in der ganzen Stadt im Einsatz sein.

Am 25. März 1957 unterzeichneten die Vertreter der Regierungen von Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft. Sie werden als Gründungsdokumente der heutigen EU bezeichnet.

apa

stol