Sonntag, 28. Juni 2015

Rom verschärft Anti-Terrorkontrollen

Nach dem Anschlag auf ein Ferienhotel in Tunesien sind die Anti-Terrorkontrollen in Rom verschärft worden.

Foto: © LaPresse

„Unsere Sicherheitskräfte sind rund um die Uhr im Einsatz, doch kein Land kann sich vor der Terrorgefahr sicher fühlen“, sagte Innenminister Angelino Alfano nach Angaben italienischer Medien vom Sonntag.

Italiens Regierung habe die besten Anti-Terrorexperten zur Vorbeugung von Anschlägen eingesetzt, versicherte Alfano.

Vor allem die Kontrollen rund um Botschaften, Monumente, Basiliken und Medienredaktionen würden verschärft, geht aus Medienangaben hervor.

Auch um den Vatikan wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Geheimdienste dementierten jedoch, dass es konkrete Drohungen islamischer Fundamentalisten gebe.

4.800 Soldaten sind zur Sicherheit der italienischen Städte eingesetzt.

Besonders streng sind die Sicherheitsvorkehrungen in Mailand wegen der bis Ende Oktober stattfindenden Weltexpo, zu der Millionen von Besuchern strömen.

Schärfste Sicherheitsvorkehrungen will die italienische Regierung auch in Hinblick auf das vom Papst ausgerufene Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit ergreifen, das am 16. Dezember beginnt.

Millionen Pilger werden wegen des bis zum 20. November 2016 laufenden Jubiläumsjahres die Ewige Stadt besuchen.

Premier Matteo Renzi rief am Samstag bei einem Treffen mit dem kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew in Mailand die europäischen und die asiatischen Länder zu einem gemeinsamen Einsatz gegen den fundamentalistischen Terrorismus auf.

„Wir müssen gemeinsam Werte wie Frieden, Respekt und Toleranz verteidigen“, betonte Renzi.

apa

stol