Freitag, 15. Juli 2016

Rom verschärft Kontrollen an Frankreich-Grenze

Nach dem Anschlag in Nizza hat Italien eine Verschärfung der Kontrollen an der Grenze zu Frankreich beschlossen.

Angelino Alfano
Angelino Alfano - Foto: © LaPresse

Dies berichtete der italienische Innenminister Angelino Alfano, der am Freitagvormittag in Rom ein Gipfeltreffen mit der Polizei zum Thema Sicherheit koordinieren wird.

Bereits am Donnerstag fand eine Sitzung des nationalen Komitees für die öffentliche Ordnung und Sicherheit, an der sich die Chefs der Polizei, der Carabinieri und des Heeres beteiligten, statt. Dabei hatte die Regierung in Rom die Sicherheitsvorkehrungen zur Vorbeugung von Anschlägen in Italien erhöht.

Flughäfen, Bahnhöfe und Botschaften im Visier

Diskutiert wurde auch über den effizienten Einsatz eines Kontingents aus 7.050 Soldaten, die in den Städten sensible Einrichtungen wie Flughäfen, Bahnhöfe, U-Bahn-Stationen und Botschaften bewachen sollen. „Unsere Geheimdienste und Polizeikräfte arbeiten rund um die Uhr, um das höchstmögliche Maß an Vorbeugung zu sichern“, betonte der Innenminister.

99 Ausländer wurden seit Jänner des vergangenen Jahres wegen fundamentalistischer Propaganda aus Italien ausgewiesen, darunter sieben Imame.

Anti-Terror-Training in Rom

In der Nacht auf Donnerstag kam es zu einem Anti-Terror-Training am Bahnhof Rom Termini. Dabei testeten die Sicherheitskräfte einige Prozeduren des nationalen Protokolls zur Vorbeugung von Attentaten, berichtete Alfano. An der Simulierung des Einsatzes nach einem Anschlag beteiligten sich Carabinieri, Feuerwehrleute und Mitglieder des Zivilschutzes.

apa

stol