Mittwoch, 06. September 2017

Rom will Sicherheitspakt mit Region Friaul

Die italienische Regierung will mit Friaul-Julisch Venetien im Oktober ein „Sicherheitsabkommen“ abschließen, in das auch Österreich und Slowenien eingebunden werden sollen, berichtete Innenminister Marco Minniti laut friulanischen Medien am Mittwoch.

Rom will ein Sicherheitspaket mit der Region Friaul-Julisch Venetien 8im Bild: Triest) in Bezug auf Immigranten abschließen.
Rom will ein Sicherheitspaket mit der Region Friaul-Julisch Venetien 8im Bild: Triest) in Bezug auf Immigranten abschließen. - Foto: © shutterstock

„Wichtig ist es, die internationale Zusammenarbeit der Polizeisysteme zu fördern“, meinte Minniti. Österreich und Slowenien seien ebenso wie Italien Mitglieder der Kontaktgruppe, die die Flüchtlingsströme im zentralen Mittelmeerraum beobachtet.

Friauls Präsidentin Debora Serracchiani, die Minniti zusammen mit den Bürgermeistern der größeren friulanischen Städte in Triest getroffen hatte, forderte eine Aufstockung der Polizei vor allem im Grenzbereich. Dies sei zur Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus notwendig.

In friulanischen Städten kommen täglich neue Flüchtlinge an

Während die Flüchtlingswelle in Richtung Süditalien in den vergangenen Wochen stark nachgelassen hat, kommen in friulanischen Städten weiterhin täglich neue Migranten an. In einem Schreiben an Minniti hatten die Bürgermeister von Görz, Triest, Udine und Pordenone am Dienstag geklagt, dass die Zahl der aus Österreich eingetroffenen Migranten zugenommen hat.

„90 Prozent der Migranten, die unsere Region erreichen, flüchten nicht vor dem Krieg, sondern kommen aus anderen EU-Ländern, in erster Linie aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Niederlande und Belgien“, heißt es im Brief der Bürgermeister an Minniti.

apa

stol