Freitag, 09. September 2016

Roms Bürgermeisterin Raggi kämpft um ihr politisches Überleben

Roms erst im Juni gewählte Bürgermeisterin Virginia Raggi kämpft weiter um ihr politisches Überleben. Nach dem Rücktritt von drei ihrer engsten Mitarbeiter im Gemeinderat vergangene Woche sorgen Raggis Personalentscheidungen erneut für Turbulenzen.

Virginia Raggi kämpft um ihr politisches Überleben.
Virginia Raggi kämpft um ihr politisches Überleben. - Foto: © LaPresse

Auf Druck ihrer Partei musste sie am Donnerstag auf die geplante Ernennung Raffaele De Dominicis zum neuen Finanzassessor verzichten.

Divergenzen in ihrer euroskeptischen 5-Stelle-Bewegung und ihr Mangel an politischer Erfahrung machen der ersten Frau an der Spitze Roms arg zu schaffen.

Raggi wollte den Oberstaatsanwalt des Rechnungshofes in der Region Latium, Raffaele De Dominicis, zum Nachfolger des zurückgetretenen Finanzassessors Marcello Minenna ernennen. Ihre Partei hatte rechtliche Bedenken gegen De Dominicis Kandidatur erhoben, weil gegen ihn Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs laufen. Raggi verzichtete daraufhin am Donnerstag auf die geplante Ernennung.

Von den Oppositionsparteien hagelte es daraufhin erneut massive Kritik an der jungen Bürgermeisterin. Raggi sei nicht in der Lage, ihre Mitarbeiter auszuwählen und lasse sich bei jedem Schritt von ihrer Partei und vor allem vom Gründer der 5-Stelle-Bewegung, Beppe Grillo, beeinflussen.

apa

stol