Mittwoch, 21. Februar 2018

Rotes Kreuz fordert sofortigen Zugang zu Rebellengebiet Ost-Ghuta

Nach der Bombardierung des syrischen Rebellengebiets Ost-Ghuta hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sofortigen Zugang zu der eingeschlossenen Region gefordert. Das medizinische Personal dort könne mit der großen Zahl an Verletzten nicht fertig werden, erklärte die Leiterin der IKRK-Delegation in Syrien, Marianne Gasser, am Mittwoch.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz fordert  sofortigen Zugang zu der eingeschlossenen Region.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz fordert sofortigen Zugang zu der eingeschlossenen Region. - Foto: © APA/AFP

Es gebe zu wenig Arzneimittel und Vorräte. „Verwundete sterben, nur weil sie nicht rechtzeitig behandelt werden können“, sagte Gasser. IKRK-Regionaldirektor Robert Mardini schrieb auf Twitter: „Worte können das Ausmaß des menschlichen Leidens und die Verzweiflung nicht erfassen.“

Bei den heftigen Angriffen der syrischen Regierung auf Ost-Ghuta sind in den vergangenen Tagen Aktivsten zufolge fast 300 Zivilisten getötet worden, mehr als 1500 Menschen wurden verletzt. Nach Angaben von Hilfsorganisation wurden auch Krankenhäuser getroffen, die nun außer Betrieb sind. Ost-Ghuta nahe der Hauptstadt Damaskus wird seit Monaten von syrischen Regierungstruppen belagert. Rund 400.000 Menschen sind fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Hilfstransporte durften zuletzt kaum in das umkämpfte Gebiet.

dpa

stol