Dienstag, 20. März 2018

Rotes Kreuz: Tausende aus Afrin geflohen

Nach dem Einmarsch türkischer Truppen und ihrer Verbündeten in das Kurdengebiet Afrin im Nordwesten Syriens berichten Helfer von einer dramatischen humanitären Lage.

Das Kurdengebiet Afrin ist in einer dramatischen humanitären Lage.
Das Kurdengebiet Afrin ist in einer dramatischen humanitären Lage. - Foto: © APA/AFP

Tausende seien in den vergangenen Tagen „verzweifelt und in Panik“ aus Afrin geflohen, twitterte der Regionaldirektor des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Robert Mardini, am Dienstag. Sie hätten keine Unterkunft sowie kaum Nahrung, Wasser und medizinische Versorgung.

Die UN meldeten, rund 100.000 Menschen seien auf der Flucht. Berichte wiesen darauf hin, dass in den vergangenen Tagen bis zu 50.000 weitere Menschen vertrieben worden seien. Bei den meisten handele es sich um Frauen, Kinder und Ältere. Die UN hätten besorgniserregende Berichte über Gewaltandrohung, willkürliche Festnahmen von Zivilisten sowie Plünderungen erhalten, teilte das UN-Nothilfsbüro Ocha mit.

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef brauchen 100.000 Menschen, die Hälfte davon Kinder, dringend Hilfe. Wegen der Kämpfe habe Unicef seit 20 Tagen keine Hilfsgüter mehr ausliefern können, sagte die Sprecherin der Organisation, Marixie Mercado, in Genf.

dpa

stol