Donnerstag, 09. Februar 2017

Rouhani widerspricht Trump: Iran für Frieden und Dialog

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat ausländischen Diplomaten in Teheran versichert, dass alle Vorwürfe des US-Präsidenten Donald Trump gegen den Iran unbegründet seien.

Hassan Rouhani
Hassan Rouhani - Foto: © LaPresse

„Der Iran hat bewiesen, dass er für Frieden, gegen Gewalt und gegen Terrorismus ist“, sagte er in dem Treffen am Donnerstag zum Anlass des 38. Jahrestages der Islamischen Revolution.

Auch das iranische Militär- und Raketenprogramm diene lediglich der Verteidigung der Landesgrenzen und sei keine Bedrohung für die Region. „Wir waren die ersten, die allen vor Saddam (Hussein im Irak) und den Taliban (in Afghanistan) gewarnt hatten“, sagte Rouhani.

Der Iran war vom irakischen Präsidenten Saddam Hussein in den 80er Jahren in einen achtjährigen Krieg verwickelt worden und stand in den 90er Jahren kurz vor einem Krieg gegen die sunnitischen Islamisten der Taliban. „Wir bekämpfen seit Jahren den Terrorismus und wolle dessen Wurzeln austrocknen“, sagte der Präsident.

Das von Trump infrage gestellte Wiener Atomabkommen von 2015 sei das beste Beispiel dafür, dass Teheran auch die kompliziertesten Differenzen über Dialog lösen wolle, sagte der Kleriker laut dem Webportal des Präsidialamts. Außerdem habe sich der Iran stets für eine atomwaffenfreie Welt eingesetzt.

Der Iran unterstellt seinen beiden regionalen Erzfeinden Israel und Saudi-Arabien, über Trump erneut eine regionale und internationale Iranfeindlichkeit auslösen zu wollen. „Die jüngste Geschichte hat aber mehrmals bewiesen, dass diese Iranphobie absolut unbegründet ist“, sagte Rouhani.

apa/dpa

stol