Sonntag, 15. Juli 2018

Rückführung toter US-Soldaten aus Nordkorea

Vertreter der nordkoreanischen und der US-Armee sind laut südkoreanischen Medienberichten zu Gesprächen über die Rückführung von im Koreakrieg getöteten US-Soldaten zusammengekommen. Das Treffen fand am Sonntag im Grenzort Panmunjom in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea statt, wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Verweis auf Regierungskreise in Seoul meldete.

Die Übergabe der sterblichen Überreste von US-Soldaten war beim Gipfeltreffen in Singapur vereinbart worden.
Die Übergabe der sterblichen Überreste von US-Soldaten war beim Gipfeltreffen in Singapur vereinbart worden. - Foto: © shutterstock

Die Gespräche zwischen Washington und Pjöngjang über die Rückführung seien „im Gange”, sagte demnach ein südkoreanischer Regierungsvertreter. Fernsehbilder zeigten Fahrzeuge mit Plaketten der US-Armee, die offenbar Vertreter Washingtons zu dem Grenzort brachten.

Die Übergabe der sterblichen Überreste von US-Soldaten war bei dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im Juni in Singapur vereinbart worden.

Holzsärge werden an die Grenze gebracht

Die Gespräche waren nach Angaben von US-Außenminister Mike Pompeo ursprünglich bereits für Donnerstag angesetzt. Die nordkoreanische Seite sei allerdings nicht erschienen und habe angeboten, das Treffen am Sonntag nachzuholen, sagte Heather Nauert, Sprecherin des US-Außenministeriums.

Während der vergangenen Wochen sollen Berichten zufolge Dutzende Holzsärge an die südkoreanische Seite der Grenze gebracht worden sein.

Im Koreakrieg von 1950 bis 1953 wurden mehr als 35.000 US-Soldaten getötet. 7.700 gelten nach Angaben des Pentagon noch als vermisst, darunter allein 5.300 in Nordkorea. Nordkorea hat demnach in Aussicht gestellt, sterbliche Überreste von 200 US-Soldaten übergeben zu können.

apa/ag.

stol