Dienstag, 31. Mai 2016

Rundum gut geschützt

Die beste Abwehr von dreisten Dieben oder Einbrecher beginnt schon vor dem Haus. Zäune, Tore, Überwachung – wer hier spart, könnte dafür später teuer bezahlen.

Mein Heim, mein Schloss“, heißt es im Volksmund. Und so ganz falsch ist diese Einschätzung gar nicht. Wie schon in einer alten Burg gilt auch bei modernen Wohnhäusern: Die Einbruchschutz-Maßnahmen sollten bereits an der Grundstücksgrenze beginnen! So kommen Langfinger gar nicht erst auf die Idee, ihr Glück zu versuchen oder sollten es dabei zumindest nicht allzu leicht haben. Achten Sie also auf:

Umzäunung & Gartentor

Ihr Grundstück sollte von einem hohen Zaun umgeben sein, der keine Möglichkeit zum Klettern gibt. Balkone sollten ebenfalls nicht leicht erreichbar sein. Wichtig ist dabei, dass ein Zaun nicht zum Sichtschutz für die Einbrecher wird. Aus diesem Grund sind dichte Hecken als Einfriedung nicht zu empfehlen.

Als Zugang zum Grundstück sollte außerdem ein gegen Aufhebeln gesichertes Gartentor dienen. Optimal wäre eine automatische Beleuchtung des Gartentors mittels eines Bewegungsmelders sowie eine Video-Gegensprechanlage mit Klingel, damit man aus dem Haus heraus sehen kann, wer ins Haus/die Wohnung möchte.

Türen & Fenster

Die moderne Fenstertechnik bietet viele, auch optisch attraktive Lösungen: Sicherheitsbeschläge bzw. –Verriegelungen erschweren das Aushebeln der Fensterflügel und sind von außen nicht erkennbar. Auch besonders starke Verbundglasscheiben sind eine Möglichkeit, um das „schnelle Einschlagen“ einer Scheibe zu verhindern. Heimische Hersteller haben hier zahlreiche Produkte auf dem Markt, deren Preise je nach Widerstandsklasse (RC 1 oder RC 2) variieren. Weitere Komponenten sind absperrbare Griffe bzw. ein Aufbohrschutz am Getriebe. Aufgrund dieser Innovationen sind es Türen, die wieder in den Fokus gewiefter Diebe rücken. Statistisch gesehen gelangt fast jeder dritte Einbrecher über den „Haupteingang“ an sein Ziel. Was also tun? Auf alle Fälle sollte man Wert auf eine „einbruchhemmende Tür“ legen. Denn das beste Sicherheitsschloss hilft nichts, wenn sich eine Tür wie Pappkarton eintreten lässt. Das Grundmaterial – Holz oder Aluminium – ist hier reine Geschmackssache, wichtig ist aber eine hochwertige Verarbeitung. Diese sollte sich dann auch am Schloss bzw. Schließmechanismus bemerkbarmachen: So wie die Fenster sollte eine sichere Türe mehrere Verriegelungspunkte bzw. eine Aushebelsicherung haben. Das Schloss sollte jedenfalls einen Sicherheitszylinder haben, der von allen Seiten her nachsperrgesichert und aufbohrgeschützt ist. Dieser Zylinder sollte zudem mit einem Sicherheitsbeschlag, der nur von innen verschraubt werden kann, eingebaut sein, bündig mit dem Sicherheitsbeschlag. Fragen Sie zusätzlich nach günstigen und einfachen Methoden, mit denen Ihre Tür noch sicherer gemacht werden kann, etwa ein Balkenriegelschloss oder Längsverriegelungssystem.

Beleuchtung & Überwachung

Jeder Winkel des Grundstücks sollte gut beleuchtet sein. Optimal sind LED-Strahler mit Bewegungsmelder und Dämmerungssensor, um den Stromverbrauch gering zu halten. Zudem sollte die Außenbeleuchtung im Ernstfall vom Inneren des Hauses eingeschalten werden können. Bei der Planung und Installation der Außenbeleuchtung sollte weiters beachtet werden, dass sich niemand einem Fenster/einer Tür nähern kann, ohne den Bewegungsmelder und damit das Licht auszulösen. Wichtig: Die Stromleitungen und Steuerelemente der Hausbeleuchtung sollten gut verdeckt sein, um Manipulation von außen zu verhindern. Das gilt übrigens auch für Überwachungskameras. Diese haben immer eine abschreckende Wirkung, sogar wenn es Attrappen sind. Denn Einbrecher suchen immer den Weg des geringsten Widerstands.

stol