Die Ortschaft Montan mit Sitz des gleichnamigen Gemeindegebiets liegt ostseitig erhöht zwischen Auer und Neumarkt. Sie wird unter anderem geprägt vom historischen Dorfkern mit seiner großen, ins 13. Jahrhundert zurückreichenden Pfarrkirche, so manchem ansitzartigen Haus, dem Schloss Enn darüber und dem Hügel von Castelfeder etwas tiefer.<BR /><BR /> Straßen führen sowohl von Auer als auch von Neumarkt hierher. <BR />Eine der im Montaner Gebiet durchführbaren Wanderungen ist die hier vorgeschlagene Runde hinauf zum Schloss Enn und über den sogenannten Bahn- oder Panoramaweg im Bogen wieder zurück. Sie lässt sich aufgrund der südlichen und sonnigen Höhenlage fast das ganze Jahr hindurch unternehmen und kann auch beliebig verlängert oder abgeändert werden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="974227_image" /></div> <BR /><BR />Zunächst wandern wir hinauf zum eindrucksvollen, in Privatbesitz stehenden Schloss Enn, dessen Inneres allerdings nicht öffentlich zugänglich ist. Die mächtige, auf einem bereits prähistorisch besiedelten Hügel befindliche Anlage mit ihren auffallenden, teils gotischen, teils gotisierenden Bauelementen geht in ihren Ursprüngen ins späte 12. oder frühe 13. Jahrhundert zurück. Damals von den edelfreien Herren von Enn erbaut, wurde sie im Lauf der Zeit vergrößert und schließlich in die heutige Form gebracht.<BR /><BR />Haben wir das Schloss in kurzem Aufstieg erreicht, betreten wir wenig später die Trasse der 1916 erbauten und 1963 stillgelegten Fleimstalbahn, die vor etlichen Jahren zu einem beliebten Wanderweg umgestaltet wurde.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="974230_image" /></div> <BR /><BR />Diesem folgen wir. Er führt uns quer durch die gegen den Cislon ansteigenden Hänge zuerst südwärts bis zur hohen Bogenbrücke, wo die Trasse eine Kehrtwendung macht und uns schließlich, nun in nördlicher Richtung und kaum merklich fallend, nach Montan zurückbringt. <BR /><BR />Bei dieser gemütlichen, nicht allzu langen Rundwanderung bieten sich Tiefblicke auf das malerische Dorf Pinzon und auf den einzigartigen Hügel von Castelfeder, aber auch die Schau über die große, westseitig von den Dolomitwänden des Mendelkamms überragte Talfurche der Etsch. Und damit lernen wir den Süden Südtirols auf gemütliche Weise und von erhöhter, vergleichsweise sonniger Warte aus kennen.<BR /><BR /><BR />DIE TOUR IM ÜBERBLICK<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="974233_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><b>Wegverlauf:</b> Anfahrt von Auer oder Neumarkt nach Montan (496 m; Parkplätze, Gastbetriebe). Dann zu Fuß von der Ortsmitte über die schmale, gepflasterte Schlossstraße hinauf zu einer Kehre der Fleimstalstraße, auf dem dortigen Fahrweg rechts ab und kurz hinein zur Wegkreuzung im kleinen steilen Schlosstal; von da mit wenigen Schritten Abstecher hinüber zum Schloss Enn (591 m; ab Montan knapp Std.; das Innere des Schlosses ist nicht zugänglich). <BR />Dann zurück zur Wegkreuzung, kurz hinauf zum breiten Panorama-Bahnweg (Trasse der ehemaligen Fleimstalbahn) und auf diesem in nahezu ebener Wanderung durch Wald, 2 kurze Tunnels und durch freie Hänge südwärts bis zur großen Rechtswendung; bald darauf über die hohe Bogenbrücke (alles problemlos) und weiterhin auf dem Bahnweg durch freie Hänge nordwärts zurück nach Montan (ab Schloss Enn knapp 1 Std.).<BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> ca. 100 m<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 2 Std.<BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> In jeder Hinsicht leicht und problemlos<BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b><BR />Kompass, Blatt 74 (Südtiroler Weinstraße - Unterland) - 1:25.000: Tabacco, Blatt 049 (Südtiroler Weinstraße)<BR />