Montag, 04. Mai 2015

Russische „Nachtwölfe“ wollen KZ-Gedenkstätte Dachau besuchen

Mitglieder des kremlnahen russischen Motorradclubs „Nachtwölfe“ sind auf ihrer von der deutschen Bundesregierung kritisierten „Siegestour“ zum 70. Jahrestag des Kriegsendes in Deutschland eingetroffen.

Foto: © APA/DPA

Nach einem Stopp in München wollen sie am Montag die KZ-Gedenkstätte Dachau besuchen, wie ein Sprecher ankündigte.

Die „Nachtwölfe“ sind nach eigenen Angaben etwa 50 Kilometer vor München auf der Autobahn von der Polizei angehalten worden. Die rund 30 Beamten, auch mit Hunden, hätten ungefähr zwei Stunden lang die Dokumente kontrolliert, sagte der Sprecher der Gruppe, Alexander Schapowalow, am Sonntagabend der Agentur Tass.

Die Biker seien in Autos unterwegs gewesen, in den auch russische Diplomaten saßen.

Gut eine Woche nach dem Start ihrer Tour von Moskau nach Berlin waren erste Mitglieder der Vereinigung am Sonntagabend mit ihren Maschinen in Bayern eingereist. Eine kleine Gruppe passierte von Wien kommend den deutsch-österreichischen Grenzübergang Bad Reichenhall, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilte. Es handle sich um „grob geschätzt zehn Personen“.

Die Tour der Rocker soll am 9. Mai in Berlin enden – an dem Tag begeht Russland den Tag des Sieges über Hitlerdeutschland. Mehrere EU-Staaten hatten das Projekt auch im Hinblick auf den Ukraine-Konflikt kritisiert. Die Gruppe, deren Präsident Alexander Saldostanow mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin befreundet ist, unterstützt massiv Position prorussischer Kräfte in der Ukraine.

apa/dpa

stol