Freitag, 03. März 2017

Russland-Affäre bringt Trump-Regierung erneut ins Schleudern

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump ist wegen ihrer Russland-Kontakte erneut massiv unter Druck geraten.

Donald Trump
Donald Trump - Foto: © LaPresse

Nachdem bereits der Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn abtreten musste, sieht sich nun Justizminister Jeff Sessions mit Rücktrittsforderungen konfrontiert.

Er hatte während einer Befragung unter Eid verschwiegen, dass er sich vergangenes Jahr mit dem russischen Botschafter getroffen hatte. Trump sprach Sessions jedoch am Donnerstag sein „volles“ Vertrauen aus.

Die Verbindungen des Trump-Teams nach Russland gelten deshalb als potenziell anrüchig, weil russische Hacker nach Überzeugung der US-Geheimdienste zugunsten von Trump in den Wahlkampf eingegriffen haben. Der frühere Senator Sessions hatte den rechtspopulistischen Immobilienmogul im Wahlkampf unterstützt und war sein außenpolitischer Berater.

Der Justizminister bestätigte nun einen Bericht der Zeitung „Washington Post“, demzufolge er sich zwei Mal mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak getroffen hatte. Sessions bestritt jedoch, dass er den Senat während seines Nominierungsverfahrens für den Kabinettsposten absichtlich habe täuschen wollen, indem er diese Treffen unerwähnt ließ.

apa/afp/dpa

stol