Mittwoch, 05. Oktober 2016

Russland beschwert sich bei USA

Russland hat sich über steigenden Druck auf seine Diplomaten in den USA beschwert. Die Situation für russische Diplomaten in den USA werde „immer schlimmer“, erklärte Vize-Außenminister Sergej Riabkow am Dienstag.

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Vor allem die „Anwerbeversuche“ durch den US-Geheimdienst hätten in den vergangenen zweieinhalb Jahren stark zugenommen.

Der US-Geheimdienst schrecke nicht einmal vor den „erbärmlichsten Druckmitteln“ zurück, erklärte Riabkow, der als Beispiel Drohungen gegen die Familienangehörigen von Diplomaten nannte. Wegen „künstlicher Probleme“ und „erfundener Auflagen“ könnten die russischen Diplomaten zudem ihre Aufgaben nicht in vollem Umfang wahrnehmen.

Riabkow warf der US-Regierung außerdem vor, in Russland unter diplomatischem Deckmantel „intensive Spionageaktivitäten“ zu betreiben. Der US-Militärattache in Moskau sei mehrfach in der Nähe strategisch wichtiger Militäranlagen gesehen worden.

Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington sind seit der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim im Frühjahr 2014 auf einem Tiefpunkt. Im Juli hatte ein Angriff auf einen US-Diplomaten in Moskau zu diplomatischen Spannungen geführt.

apa/afp

stol