Montag, 25. Januar 2016

Russland bestreitet Bau von Luftwaffenstützpunkt in Syrien

Russland hat Berichte zurückgewiesen, wonach russische Soldaten einen neuen Luftwaffenstützpunkt im Nordosten Syriens aufbauen.

„Es gibt keine neuen Flughäfen oder zusätzlichen Landeplätze für russische Kampfflugzeuge in der Syrischen Arabischen Republik und keine Pläne, welche zu schaffen“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Montag.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte kürzlich gesagt, 200 russische Soldaten würden einen Flughafen in Kamishli an der Grenze zur Türkei ausbauen. Konaschenkow sagte dazu laut russischen Nachrichtenagenturen nun, nur „absolute Idioten“ könnten derartiges behaupten. Entsprechende Berichte seien lediglich ein Versuch, von „der Massierung türkischer Truppen“ an der Grenze abzulenken.

Russland fliegt seit Ende September Luftangriffe zur Unterstützung der syrischen Armee im Kampf gegen die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) und andere Rebellengruppen. Moskau unterhält seit Jahrzehnten eine Marinebasis im syrischen Mittelmeerhafen Tartus und hatte zudem im Herbst einen Luftwaffenstützpunkt in der Nähe der Küstenstadt Latakia aufgebaut, von dem seitdem täglich russische Kampfflugzeuge starten.

Wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag mitteilte, bombardierten russische Flugzeuge zwischen Freitag und Sonntag 484 Ziele bei 169 Flügen. Dies habe der syrischen Armee erlaubt, binnen 24 Stunden in der Küstenprovinz Latakia eine Fläche von 92 Quadratkilometern und 28 Ortschaften aus der Hand von „Terroristen“ zu befreien, erklärte das Ministerium.

apa/afp

stol