Dienstag, 16. August 2016

Russland fliegt von Iran aus Luftangriffe in Syrien

Russland hat am Dienstag erstmals vom Iran aus in den Syrien-Krieg eingegriffen. Langstreckenbomber und Jagdflugzeuge hätten vom iranischen Stützpunkt Hamadan aus Angriffe gegen islamistische Milizen in Syrien geflogen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Erstmals flog Russland von Iran aus Angriffe in Syrien.
Erstmals flog Russland von Iran aus Angriffe in Syrien. - Foto: © APA/AFP

Damit hat die russische Luftwaffe zum ersten Mal seit dem Beginn ihrer Luftangriffe in Syrien im vergangenen September einen ausländischen Stützpunkt außerhalb Syriens genutzt. In russischen Medien war zudem berichtet worden, Russland habe von Iran und Irak die Erlaubnis für Überflüge von Marschflugkörpern nach Syrien erhalten. Sie sollen von Schiffen im Kaspischen Meer aus abgeschossen werden.

Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus

Die Nachrichtenagentur Irna zitierte den Chef des Nationalen Sicherheitsrates des Irans, Ali Shamkhani, mit den Worten, es gebe eine strategische Zusammenarbeit mit Russland beim Kampf gegen den Terrorismus in Syrien. „Wir teilen dabei unser Potenzial und unsere Einrichtungen.“ Beide Staaten unterstützen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad. Der Iran hat Militärberater und auch Bodentruppen nach Syrien entsandt.

Nach den Angaben des russischen Verteidigungsministeriums galten die Angriffe durch Tupolew 22M3- und Suchoi 34-Maschinen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) sowie der früher als Al-Nusra bekannten Miliz in den syrischen Provinzen Aleppo, Idlib und Deir ez-Zor.

Fünf große Waffendepots seien dabei vernichtet worden sowie ein militärisches Ausbildungslager und drei Kommandozentren. Auch zahlreiche Kämpfer seien getötet worden. Alle zerstörten Einrichtungen seien genutzt worden, um die Kämpfer in Aleppo zu unterstützen, erklärte das Ministerium.

apa/reuters

stol