Samstag, 16. Juli 2016

Russland fordert nach Putschversuch Rückkehr zur Stabilität

Russland hat sich angesichts des Putschversuchs in der Türkei besorgt gezeigt. „Wir sind daran interessiert, dass die Vorgänge in der Türkei so schnell wie möglich auf legitime Weise enden und das Land zum Weg der Stabilität, Berechenbarkeit und Rechtsstaatlichkeit zurückkehrt“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in der Nacht zum Samstag.

Aus dem Kreml (im Bild) wird eine schnelle Entspannung der Lage in der Türkei gefordert. - Archivbild.
Aus dem Kreml (im Bild) wird eine schnelle Entspannung der Lage in der Türkei gefordert. - Archivbild.

Einen Kontaktversuch zwischen Präsident Wladimir Putin und dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan habe es nicht gegeben. Nun gehe es zunächst darum, die Sicherheit der russischen Bürger in der Türkei zu garantieren.

Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew sagte der Agentur Interfax zufolge, die Ereignisse in der Türkei zeigten, dass es eine tiefe Spaltung zwischen der Gesellschaft und der Armee in dem Land gebe. Er rief dazu auf, die verfassungsmäßige Ordnung wieder herzustellen.

Verhältnis erst seit Kurzem auf Entspannungskurs

Erst kürzlich hatte es im zerrütteten Verhältnis zwischen Russland und der Türkei wieder Zeichen der Entspannung gegeben. Präsident Erdogan hatte sein Bedauern über den Abschuss eines russischen Kampfjets im vergangenen November geäußert und war damit auf Putin zugegangen.

Moskau erlaubte daraufhin wieder Charterflüge in das bei russischen Urlaubern beliebte Land. Nach dem Putschversuch stellte die Airline Aeroflot ihre Flüge nach Ankara und Istanbul vorerst ein.

apa/dpa

stol