Freitag, 02. März 2018

Russland unterstützt Offensive in Ost-Ghouta

Die russische Luftwaffe unterstützt im belagerten syrischen Rebellengebiet Ost-Ghouta nach eigener Darstellung eine Bodenoffensive gegen Terroristen. Diese hätten eine von Russland und Syrien ausgerufene Waffenruhe gebrochen und durch Beschuss Menschen und humanitäre Hilfe gefährdet, teile das Außenamt am Freitag in Moskau mit. Die feindlichen Kämpfer leisteten erbitterten Widerstand.

Es wird gnadenlos weitergebombt. - Foto: APA (AFP)
Es wird gnadenlos weitergebombt. - Foto: APA (AFP)

In Ost-Ghouta nahe der Hauptstadt Damaskus lief am Freitag der vierte Tag einer fünfstündigen Waffenruhe, die Syriens Verbündeter Russland angeordnet hatte. Sie soll dazu dienen, Hilfslieferungen für notleidende Menschen zu ermöglichen. Zudem sollen Zivilisten die Möglichkeit erhalten, das umkämpfte Gebiet zu verlassen.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump hatten Russland unterdessen dazu aufgefordert, seine Beteiligung an der Bombardierung Ost-Ghoutas zu beenden und sich für die vom UNO-Sicherheitsrat geforderte Waffenruhe in Syrien einzusetzen. Darüber hinaus müsse Moskau die Regierung in Damaskus zu einem Stopp der Offensivoperationen gegen zivile Gebiete zu bewegen.

Zudem müsse das syrische Regime für die weitere Verschlechterung der humanitären Lage in Ost-Ghouta zur Rechenschaft gezogen werden. Dies gelte sowohl für den Einsatz von Chemiewaffen durch das Assad-Regime als auch für dessen Angriffe gegen Zivilisten und die Blockade humanitärer Unterstützung. Die türkischen Angriffe im Kurdengebiet Afrin wurden in der Mitteilung nicht erwähnt.

apa/dpa/ag.

stol