Donnerstag, 19. Mai 2016

Russland verstärkt Suche nach strategischen Partnern in Südostasien

Bei einem großen Treffen mit zehn Staats- und Regierungschefs aus Südostasien verstärkt Russland seine Suche nach strategischen Partnern in dieser Weltregion.

Wladimir Putin
Wladimir Putin - Foto: © APA/EPA

In Sotschi am Schwarzen Meer begannen am Donnerstag zweitägige Beratungen Russlands mit den ASEAN-Staaten.

Zum Auftakt kam Präsident Wladimir Putin als Gastgeber zu mehreren bilateralen Treffen mit seinen Gästen zusammen. Im Mittelpunkt standen Fragen der Sicherheit und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind derzeit unter anderem wegen des Ukraine-Konflikts belastet. So haben beide Seiten Wirtschaftssanktionen gegeneinander verhängt. Russland hatte zuletzt seine Beziehungen zu China wesentlich verstärkt.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, das Treffen in Sotschi sei kein Hinweis für einen strategischen Kurswechsel des Landes. „Es wäre falsch, von einer grundsätzlichen Kehrtwende zu reden. Allerdings können wir uns wegen unserer geopolitischen Lage auch nicht nur einer Seite zuwenden“, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Der Gipfel in Sotschi unter dem Motto „Unterwegs zur strategischen Partnerschaft“ soll nach Angaben des Kremls unterstreichen, wie wichtig Asien für die internationalen Beziehungen Russlands ist. Der Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) umfasst Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.

apa/dpa

stol