Mittwoch, 18. Oktober 2017

Sachsens Regierungschef Tillich tritt nach Wahlschlappe zurück

Der CDU-Politiker zieht damit die Konsequenz aus seinem schlechten Ergebnis bei der Bundestagswahl.

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich kurz nach der Ankündigung seines Rücktritts.
Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich kurz nach der Ankündigung seines Rücktritts. - Foto: © APA/AFP

Der Regierungschef des ostdeutschen Bundeslands Sachsen, Stanislaw Tillich (CDU), tritt überraschend zurück. Damit zieht der 58-Jährige, der seit 9 Jahren sächsischer Ministerpräsident war, die Konsequenz aus dem schlechten Ergebnis der sächsischen Christdemokraten bei der Bundestagswahl. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus CDU-Kreisen.

Nachfolger soll demnach der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer werden. Der 42-Jährige aus Görlitz hatte bei der Bundestagswahl sein Direktmandat verloren und sitzt künftig nicht mehr im Bundestag.

Bei der deutschen Bundestagswahl am 24. September war die AfD in Sachsen stärkste politische Kraft geworden und hatte dabei auch die seit der Wende im Freistaat regierende CDU um ein Zehntelprozentpunkt übertroffen. Seit Tagen wurde im Freistaat über eine größere Regierungsumbildung spekuliert.

Die Bundes-CDU würdigte Tillichs Einsatz für die Partei und dessen Heimatland. Tillich habe sich „in den verschiedensten Funktionen um den Freistaat verdient gemacht und war immer ein starker Vertreter der Interessen seiner Heimat in der Bundespartei“, sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber.

apa/dpa

stol