Freitag, 19. Oktober 2018

Safran Made in Südtirol

Eines vorweg: Obschon Safran den Ruf als teuerstes Gewürz der Welt genießt, schwimmen die beiden Schgaguler-Schwestern Sabine und Franziska nicht im Geld. Beide verdienen sich ihren Unterhalt in einem gewöhnlichen Angestellten-Verhältnis, beide pflegen einen relativ schlichten Stil. Und ihr Zuhause, der knapp 1050 Meter hochgelegene Winklhof an der Laranzstraße, hat sicherlich Charme, ist aber etwas in die Jahre gekommen.

Für ein einziges Gramm Safran müssen zwischen 150 und 200 Blüten gepflückt werden.
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Für ein einziges Gramm Safran müssen zwischen 150 und 200 Blüten gepflückt werden. - Foto: © shutterstock

„Nein, verdient haben wir mit unserer bisherigen Ernte noch rein gar nichts“, bestätigt Sabine beim Hofbesuch, „aber es funktioniert“, fügt sie nicht ohne Stolz hinzu. Auf einem kleinen Ackerstreifen zeigen sich derzeit die ersten Blüten mit den charakteristischen blutroten Fäden, in aufwendiger Handarbeit werden 500 Blüten täglich geerntet, die Fäden herausgezupft, dann bei 35 Grad getrocknet und schließlich verpackt.

150 Blüten für ein Gramm

Damit er sein typisches Aroma annimmt, sollte der Safran mindestens 1 Monat gelagert werden. Für ein einziges Gramm müssen zwischen 150 und 200 Blüten gepflückt werden, die vielen Arbeitsschritte schlagen sich im Preis nieder. Für ihren Seiser Safran berechnen Sabine und Franziska 13 Euro pro Gramm es handelt sich um hochwertige Qualität. Ihres Wissens ist es der einzige in Südtirol angebaute Safran, nach wie vor handelt es sich um ein Experiment. 

D/az

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol