Dienstag, 01. März 2016

Salurn: Umbenennung der italienischen Mameli-Mittelschule gefordert

Die Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit Unterland/Überetsch fordert die Umbenennung der nach Goffredo Mameli benannten italienischen Mittelschule in Salurn.

Schule Salurn
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Schule Salurn

Der Dichter der italienischen Nationalhymne sei als Namensgeber für eine Schule nicht geeignet, besonders in Südtirol wegen der antiösterreichischen Passage im Text, kritisiert die STF. 

"Das Kampflied mag in der Zeit des Risorgimento seine Berechtigung gehabt haben, in der heutigen Zeit ist es vollkommen überholt. Den Jugendlichen, die eine nach Mameli benannte Schule besuchen, werden mit dem Dichter des zu Kampf und Tod aufrufenden Liedes falsche, absolut abzulehnende Ideale vorgestellt" so der Bezirkssprecher Werner Thaler in einer Stellungnahme. 

Die italienische Mittelschule Salurn, die in einem Anfang der 80er-Jahre errichteten Gebäude untergebracht ist, wurde nach dem Dichter Goffredo Mameli (1827-1849) benannt, dem Autor des seit 1947 als italienische Nationalhymne geltenden „Canto degli Italiani“. "Das Kampflied mag in der Zeit des Risorgimento seine Berechtigung gehabt haben, in der heutigen Zeit ist es vollkommen überholt. Den Jugendlichen, die eine nach Mameli benannte Schule besuchen, werden mit dem Dichter des zu Kampf und Tod aufrufenden Liedes falsche, absolut abzulehnende Ideale vorgestellt" so der Bezirkssprecher Werner Thaler in einer Stellungnahme.

Unter Berufung auf längst vergangene militärische Erfolge wird die Siegesgöttin zur „Sklavin Roms“ erklärt. „Lasst uns die Reihen schließen, wir sind bereit zum Tod“, heißt es im Refrain in mehrfacher Wiederholung, eine äußerst unpassende Aufforderung an junge Mittelschüler, die nicht zum Tod, sondern zum Leben bereit sein sollten.

„Die Kinder Italiens heißen Balilla“, heißt es weiter im Refrain. Damit wird Bezug genommen auf jenen legendären Giovan Battista Perasso, genannt Balilla, der im Jahr 1746 in Genua mit einem Steinwurfe einen Aufstand gegen österreichische Truppen ausgelöst haben soll.

Dass die Republik Genua damals mit Spanien und Frankreich gegen Österreich und Sardinien-Piemont, das späteren Italien, kämpfte, hat der Dichter wohlweislich verschwiegen. Das faschistische Italien hat den zwölfjährigen Buben als italienischen Patrioten verherrlicht und die faschistische Jugendorganisation nach ihm benannt. Für die gleichaltrigen Mittelschüler in Salurn sollte Balilla jedenfalls kein Vorbild sein.

"Absolut unpassend ist vor allem in Südtirol die anti-österreichische Passage in der Mameli-Hymne. Der österreichische Adler, der angeblich das Blut Italiens getrunken habe, habe schon die Federn verloren, heißt in dem schaurigen Text, um mit der erneuten Beteuerung zu schließen: „Wir sind zum Tod bereit“" meint auch der stellvertretende Bezirkssprecher Stefan Zelger.

"Der Dichter eines solchen blutrünstigen Liedes ist in der heutigen Zeit als Namensgeber einer Schule absolut ungeeignet, weshalb die Süd-Tiroler Freiheit die Umbenennung der Schule fordert. Es gibt genug italienische Persönlichkeiten, die für die Menschheit Wertvolles geleistet haben und die jungen Menschen als echtes Vorbild dienen können", so Hartmuth Staffler, Hauptausschussmitglied der Süd-Tiroler Freiheit abschließend.
 

Werner Thaler

Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit im Unterland
 

Stefan Zelger

Bezirkssprecher-Stellvertreter der Süd-Tiroler Freiheit im Unterland
 

Hartmuth Staffler,

Hauptausschussmitglied der Süd-Tiroler Freiheit

SÜD-TIROLER FREIHEIT, Bozen

stol