Freitag, 08. Juni 2018

Salvini als „Stargast“ an russischem Empfang in Rom

Der italienische Innenminister und Chef der Lega, Matteo Salvini, hat am Donnerstagabend als „Stargast“ an einem Empfang in der Privatresidenz des russischen Botschafters in Rom, Sergej Razow, anlässlich des russischen Nationalfeiertags am 12. Juni teilgenommen. Salvini bemüht sich um eine Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland.

Matteo Salvini an eine m Empfang in der Privatresidenz des russischen Botschafters in Rom, Sergej Razow, teilgenommen.
Matteo Salvini an eine m Empfang in der Privatresidenz des russischen Botschafters in Rom, Sergej Razow, teilgenommen. - Foto: © APA/AFP

„Zum Thema Russland-Sanktionen haben wir klare Ideen, wie aus unserem Regierungsprogramm hervorgeht. In Europa scheint sich einiges zu bewegen“, sagte Salvini nach dem Empfang laut italienischen Medien. Zuvor hatte Salvini die erste Ministerratsitzung der neuen Regierung aus seiner Lega und der Fünf-Sterne-Bewegung geleitet. Da Premier Giuseppe Conte zum G-7-Gipfel in Kanada unterwegs war, hatte Salvini als ältester Vizepremier den Vorsitz des Ministerrats inne.

Salvini will bald nach Moskau reisen 

Auf die Frage, ob er eine Russland-Reise plane, versicherte Salvini laut Medienangaben, dass er „bald“ nach Moskau reisen werde. Vorrang habe jedoch das Thema Einwanderung im Mittelmeerraum. „Wir sind mit keiner Invasion von Russen konfrontiert. Russland hat in der Vergangenheit im Mittelmeerraum mit uns zusammengearbeitet und ich hoffe, dass das Land dies weiter tun wird“, sagte Salvini.

Der 45-jährige Mailänder will laut eigenen Angaben „so bald wie möglich“ auch seinen österreichischen Amtskollegen Herbert Kickl (FPÖ) treffen. Nähere Details zum möglichen Treffen gab Salvini nicht bekannt. Salvini will vor allem Migration und die Frage der Grenzsicherung mit Kickl besprechen. „Ich hoffe, dass es nach viel Gerede endlich zu konkreten Resultaten kommt“, meinte Salvini nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

Die Lega ist eine enge Kooperationspartnerin der FPÖ auf EU-Ebene, wo beide der EU-kritischen Fraktion „Europa der Nationen und Freiheit“ (ENF) angehören.

apa

stol