Salvini und die beiden sizilianischen Parlamentarier der Lega Nord übernachteten in dem Aufnahmezentrum Mineo nahe Catania, in dem 3.300 Flüchtlinge untergebracht sind.Zuvor aßen die drei Lega-Politiker mit Migranten zu Abend. „Dieses Flüchtlingslager kostet die italienischen Staatskassen riesige Summe. Hier befinden sich 3.300 Migranten, davon sind nur 14 Syrer und sieben Iraker“, kritisierte Salvini bei seinem Besuch.Der Lega Nord-Chef rief den sizilianischen Staatsanwalt Carmelo Zuccaro auf, seine Ermittlungen über die Rolle der NGOs im Mittelmeer weiterzuführen. „Es ist unbestreitbar, dass es viele anständige ehrenamtliche Helfer gibt. Nicht jeder ist aber im Mittelmeer unterwegs, um Gutes zu tun“, so Salvini.Er kritisierte, dass drei deutsche NGOs, die im Mittelmeer im Einsatz seien, sich geweigert hätten, vor dem italienischen Parlament über ihre Finanzierungen zu berichten. „Viele bereichern sich mit Migranten. Das sind die neuen Sklavenhändler des 21. Jahrhunderts“, so Salvini.Staatsanwalt Zuccaro hatte die Politik vergangene Woche aufgerufen, die im Mittelmeerraum aktiven NGOs genau unter die Lupe zu nehmen. Regierungspolitiker kritisierten Zuccaro keine Beweise für seine Vorwürfe zu haben.Der Oberste Richterrat (CSM) in Italien kündigte eine Überprüfung der Ermittlungen des Staatsanwalts an.apa